BeMore
Für AndroidWer ein Hörsystem von GN Hearing trägt, braucht im Alltag oft mehr als eine einmalige Einstellung beim Hörakustiker. Ich habe mir BeMore als begleitende Medizin-App angesehen und finde den Ansatz grundsätzlich sinnvoll: Die Anwendung soll die Verbindung zwischen dem eigenen Hörsystem und dem Smartphone im täglichen Leben erleichtern. Sie ist kostenlos, richtet sich an alle Altersgruppen und läuft ab iOS beziehungsweise Android 8.0. Gerade für Menschen, die ihre Hörumgebung häufig wechselt, kann das praktischer sein als eine rein manuelle Bedienung am Gerät.
Mein Eindruck ist allerdings nicht einfach nur „installieren und vergessen“. Der Nutzen hängt stark davon ab, welches kompatible Hörsystem man besitzt, wie sicher man mit dem Smartphone umgeht und ob man bereit ist, sich mit den persönlichen Einstellungen auseinanderzusetzen. BeMore von GN Hearing ist keine allgemeine Hörberatung und ersetzt auch keine Anpassung durch Fachpersonal. Es ist vielmehr eine Fernbedienung und Alltagshilfe, die dann interessant wird, wenn man die eigene Hörsituation selbst feiner steuern möchte.
Lesbarkeit und Navigation im täglichen Gebrauch
Beim ersten Öffnen wirkt die Anwendung weniger wie ein allgemeiner Gesundheitsratgeber und mehr wie ein Werkzeug für das persönliche Hörsystem. Das ist eine Stärke, weil man nicht durch lange medizinische Texte navigieren muss, bevor man zu den relevanten Bedienelementen gelangt. Wer bereits weiß, was er an seinem Hörsystem verändern möchte, findet sich tendenziell schneller zurecht als in einer App, die viele allgemeine Informationen und Lernbereiche nebeneinanderstellt.
Für ältere Nutzerinnen und Nutzer oder Menschen mit wenig Smartphone-Erfahrung ist trotzdem eine gewisse Geduld nötig. Die Bedienung setzt voraus, dass man zwischen App, Hörsystem und der aktuellen Hörumgebung unterscheiden kann. Ein Regler auf dem Bildschirm verändert nicht automatisch die akustische Realität in jedem Raum gleich. Deshalb würde ich die wichtigsten Funktionen zunächst in einer ruhigen Umgebung ausprobieren, statt sie zum ersten Mal während eines Gesprächs oder unterwegs zu testen.
Hilfreich ist die Möglichkeit, das eigene Hörsystem nicht jedes Mal direkt am Ohr suchen oder ertasten zu müssen. Das Smartphone wird dadurch zu einer sichtbaren Bedienoberfläche. Für Personen mit eingeschränkter Fingerbeweglichkeit kann das angenehmer sein als sehr kleine Tasten am Hörgerät. Gleichzeitig entsteht eine neue Abhängigkeit: Wenn das Smartphone nicht griffbereit, geladen oder korrekt verbunden ist, verliert diese zusätzliche Steuerungsmöglichkeit ihren Vorteil.
Bei der Orientierung kommt es außerdem darauf an, die App nicht mit einer vollständigen Diagnoseanwendung zu verwechseln. BeMore unterstützt die Nutzung des Hörsystems, bewertet aber nicht einfach jede Hörveränderung medizinisch. Wenn sich das Hören plötzlich verschlechtert, ein Ohr deutlich anders klingt oder Schmerzen auftreten, ist der Weg zur HNO-Praxis oder zum Hörakustiker wichtiger als jede Anpassung innerhalb der App.
Die aktuelle Ausgabe ist Version 1.43.1. Das klingt zunächst nach einem ausgereiften Begleiter, bedeutet aber nicht, dass jede Bedienung auf jedem Smartphone identisch wirkt. Bildschirmgröße, Betriebssystem, Herstelleroberfläche und die konkrete Hörsystemfamilie können die Erfahrung beeinflussen. Ich würde deshalb nach der Installation prüfen, ob Menüs, Schaltflächen und Hinweise auf dem eigenen Gerät gut lesbar sind, anstatt mich allein auf allgemeine Erfahrungen anderer zu verlassen.
Was die App für unterschiedliche Seh- und Bedienbedürfnisse bedeutet
Eine sichtbare Smartphone-Steuerung kann Menschen entgegenkommen, die kleine Bedienelemente am Hörsystem schlecht ertasten können. Auch wer sich mit diskreten Veränderungen wohler fühlt, kann Einstellungen eher über das Telefon vornehmen, ohne lange am Ohr zu hantieren. Das ist besonders angenehm in Situationen, in denen man nicht auf sich aufmerksam machen möchte.
Für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen bleibt die Qualität des Smartphone-Bildschirms entscheidend. Größere Darstellung und die systemweiten Bedienungshilfen des Telefons können die Nutzung erleichtern, doch ich würde nicht automatisch annehmen, dass jede Ansicht dadurch perfekt zugänglich wird. Vor allem farbliche Hinweise oder kleine Symbole können problematisch sein, wenn sie ohne Text schwer zu unterscheiden sind.
Auch die Sprache der Bedienoberfläche spielt eine Rolle. Wer technische Begriffe nur schwer versteht, sollte sich die wichtigsten Funktionen einmal gemeinsam mit einer vertrauten Person oder dem Hörakustiker erklären lassen. Danach kann die tägliche Nutzung deutlich einfacher werden. Mein konkreter Tipp: Notiere dir, welche Einstellung in ruhiger Umgebung, im Restaurant und draußen angenehm ist. So musst du nicht jedes Mal experimentieren, wenn sich die akustische Umgebung ändert.
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Motorische und sensorische Anforderungen
BeMore kann eine Brücke zwischen einem kleinen Hörsystem und einer größeren, vertrauteren Oberfläche schlagen. Das ist nicht nur für Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik interessant. Auch bei kalten Händen, zittrigen Fingern oder eingeschränkter Beweglichkeit kann ein Smartphone leichter zu bedienen sein als ein winziger Knopf am Ohr. Voraussetzung ist allerdings, dass das Telefon selbst sicher gehalten und bedient werden kann.
Für Nutzerinnen und Nutzer mit unwillkürlichen Bewegungen oder Schwierigkeiten beim gezielten Tippen kann die App gemischte Ergebnisse liefern. Ein großer Bildschirm hilft zwar beim Treffen der Bedienelemente, aber die notwendige Genauigkeit hängt weiterhin vom jeweiligen Smartphone ab. Wer häufig versehentlich wischt oder tippt, sollte Änderungen langsam vornehmen und danach bewusst prüfen, ob die neue Einstellung wirklich passt.
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Sensorisch ist die App vor allem dann interessant, wenn die eigene Wahrnehmung in verschiedenen Umgebungen stark schwankt. Ein ruhiges Wohnzimmer, eine belebte Straße und ein Raum mit mehreren gleichzeitig sprechenden Personen stellen unterschiedliche Anforderungen an das Hören. Die Möglichkeit, die Nutzung des Hörsystems situationsbezogen zu begleiten, kann hier mehr Kontrolle geben als eine einzige Einstellung, die den ganzen Tag unverändert bleibt.
Genau darin liegt aber auch ein möglicher Nachteil. Mehr Kontrolle bedeutet nicht automatisch mehr Komfort. Manche Menschen möchten ihr Hörsystem einmal anpassen lassen und danach möglichst wenig damit zu tun haben. Für sie kann eine App mit zusätzlichen Optionen eher wie eine weitere Aufgabe wirken. Ich würde BeMore deshalb nicht als Pflichtbestandteil für jedes Hörsystem betrachten, sondern als Werkzeug für Menschen, die Veränderungen selbst nachvollziehen und ausprobieren möchten.
Ein realistisches Beispiel ist ein Nachmittag mit mehreren Stationen: Zu Hause ist die Umgebung ruhig, später sitzt man in einem Café, danach führt man draußen ein Gespräch an einer Straße. Ich würde die App nicht erst im lautesten Moment öffnen, sondern vorher eine passende Einstellung auswählen und kurz zuhören, ob Stimmen verständlicher wirken. Das spart Stress und verhindert, dass man während des Gesprächs hektisch mehrere Regler verändert. Wichtig ist, sich nicht von einer einzelnen angenehmen Einstellung täuschen zu lassen: Was im Café hilft, muss im Freien nicht ebenso gut funktionieren.
Feine Anpassung statt blindes Ausprobieren
Ein nützlicher Arbeitsablauf besteht darin, jeweils nur eine Veränderung vorzunehmen. Wenn man mehrere Einstellungen gleichzeitig ändert, ist später kaum festzustellen, welche Anpassung tatsächlich geholfen hat. Ich würde daher zunächst die Ausgangssituation bewusst wahrnehmen, eine Änderung vornehmen und einige Minuten zuhören. Diese kleine Methode ist unspektakulär, macht die App aber deutlich verständlicher und verhindert, dass man sich in zufälligen Kombinationen verliert.
Für Angehörige kann das ebenfalls hilfreich sein. Wenn eine ältere Person Schwierigkeiten mit der Bedienung hat, kann man gemeinsam eine ruhige Grundeinstellung festlegen und anschließend besprechen, in welchen Situationen eine Anpassung sinnvoll ist. Dabei sollte die betroffene Person die Entscheidung behalten. Eine gute Unterstützung bedeutet nicht, dass jemand anderes ständig aus der Ferne am Hörsystem herumstellt, sondern dass die Nutzerin oder der Nutzer die Kontrolle besser ausüben kann.
Wer häufig zwischen unterschiedlichen Hörsituationen wechselt, dürfte mehr von BeMore haben als jemand, der fast immer in derselben ruhigen Umgebung bleibt. Das ist ein wichtiger Unterschied zu klassischen Lösungen, bei denen man sich ausschließlich auf die Tasten des Hörsystems oder einen Termin beim Fachgeschäft verlässt. Die App macht spontane Anpassungen zugänglicher, ersetzt aber nicht die fachliche Feinabstimmung, wenn ein grundlegendes Problem besteht.
Zugang in verschiedenen Alltagssituationen
Die größte Stärke sehe ich in der situativen Nutzung. Ein Hörsystem wird nicht nur in einem Idealraum getragen. Zu Hause können Stimmen durch Fernseher, Küchen- oder Haushaltsgeräusche überlagert werden. Im Büro kommen wechselnde Gesprächspartner und unterschiedliche Sitzpositionen hinzu. Unterwegs verändern Verkehr, Wind und Abstand die Wahrnehmung. Eine App, die das eigene Hörsystem begleitet, ist deshalb besonders dann sinnvoll, wenn man nicht immer dieselben akustischen Bedingungen vorfindet.
Für Menschen, die ihr Telefon ohnehin häufig bei sich tragen, fühlt sich die zusätzliche Bedienung wahrscheinlich natürlicher an. Wer das Smartphone dagegen nur selten nutzt, muss zuerst eine neue Gewohnheit entwickeln. Das betrifft nicht nur das Öffnen der App, sondern auch das Prüfen, ob die Verbindung aktiv ist und ob die gewählte Einstellung noch zur Situation passt. Dieser zusätzliche Schritt kann für einige Nutzerinnen und Nutzer zu viel sein.
Auch soziale Situationen verdienen eine nüchterne Betrachtung. Die App kann dabei helfen, eine Einstellung diskret über das Telefon aufzurufen, aber sie löst nicht jedes Kommunikationsproblem. Wenn mehrere Personen durcheinander sprechen, jemand sehr leise spricht oder der Raum stark hallt, bleiben die Grenzen des Hörsystems bestehen. Ich würde BeMore daher als Unterstützung für bessere Bedingungen sehen, nicht als Garantie dafür, jedes Wort unabhängig vom Umfeld zu verstehen.
Für Menschen mit verschiedenen sensorischen Empfindlichkeiten kann die Möglichkeit zur Anpassung angenehm sein. Manche reagieren empfindlich auf bestimmte Geräusche oder empfinden eine zu starke Verstärkung als anstrengend. In solchen Fällen ist es sinnvoll, nicht nur auf maximale Lautstärke zu achten, sondern auf ein insgesamt erträgliches Hörerlebnis. Wenn eine Einstellung regelmäßig unangenehm bleibt, sollte man nicht immer weiter selbst korrigieren, sondern die Anpassung professionell überprüfen lassen.
Die App ist kostenlos und damit leicht auszuprobieren, ohne dass zunächst ein zusätzlicher Kauf für die Anwendung anfällt. Das macht die Entscheidung einfacher, besonders wenn man herausfinden möchte, ob eine Smartphone-Steuerung im eigenen Alltag überhaupt einen Unterschied macht. Kostenlos bedeutet hier aber nicht, dass jedes Hörsystem automatisch unterstützt wird. Der entscheidende erste Schritt ist, die Kompatibilität mit dem eigenen GN-Hearing-System und dem verwendeten Smartphone zu klären.
Wann eine andere Lösung besser passt
Wenn du eine allgemeine App zur Hörgesundheit, Übungen zum Hörtraining oder ausführliche medizinische Informationen suchst, ist BeMore wahrscheinlich nicht die passende erste Wahl. Der Schwerpunkt liegt auf der Nutzung eines passenden Hörsystems, nicht auf einer umfassenden Lern- oder Diagnoseplattform. Ebenso würde ich die Anwendung nicht empfehlen, wenn du dein Hörsystem bewusst ohne Smartphone bedienen möchtest und mit den vorhandenen Tasten gut zurechtkommst.
Eine direkte Bedienung am Hörsystem kann in manchen Situationen sogar praktischer sein. Beim Spaziergang, im Regen oder wenn das Telefon in einer Tasche liegt, ist ein Griff zum Gerät schneller. Umgekehrt bietet das Smartphone Vorteile, wenn kleine Tasten schwer zu ertasten sind oder man lieber eine sichtbare Oberfläche verwendet. Die bessere Lösung hängt also nicht nur von technischen Möglichkeiten ab, sondern von deinen Händen, deinen Augen, deinen Gewohnheiten und der jeweiligen Umgebung.
Wer ein iPhone oder Android-Smartphone mit einer älteren Software nutzt, sollte außerdem vor der Einrichtung prüfen, ob die Mindestanforderung erfüllt ist. BeMore unterstützt Geräte ab Version 8.0. Das ist für viele Telefone kein Hindernis, kann aber bei sehr alten Geräten oder stark veralteten Systemen relevant werden. In der Praxis zählt zudem, ob das Telefon stabil läuft und noch zuverlässig mit anderen verbundenen Geräten arbeitet.
Verbleibende Hürden bei einer inklusiven Nutzung
Die wichtigste Hürde ist die Abhängigkeit von mehreren Komponenten. Die App allein verbessert das Hören nicht, wenn das Hörsystem nicht passend angepasst ist. Ebenso hilft die beste App wenig, wenn das Smartphone nicht bedienbar ist, der Akku leer ist oder die Verbindung im entscheidenden Moment nicht funktioniert. Diese Kette aus Hörsystem, Telefon und persönlicher Bedienung sollte man vor der täglichen Nutzung realistisch einschätzen.
Eine weitere Hürde ist die mentale Belastung durch zu viele Entscheidungen. Menschen mit Konzentrationsproblemen oder schneller Ermüdung können von zusätzlichen Optionen profitieren, aber auch überfordert werden. Ich würde deshalb nicht versuchen, jede mögliche Einstellung zu beherrschen. Besser ist es, zwei oder drei wiederkehrende Situationen zu identifizieren und dafür einen einfachen Ablauf zu entwickeln. Das macht die Nutzung verlässlicher und reduziert unnötiges Nachjustieren.
Auch die Unterstützung durch andere Personen muss gut organisiert sein. Angehörige können bei der Einrichtung helfen, sollten aber nicht ungefragt Änderungen vornehmen. Gerade bei älteren Menschen besteht sonst die Gefahr, dass eine scheinbar kleine Anpassung später nicht mehr nachvollziehbar ist. Ein gemeinsam geführter kurzer Notizzettel mit Alltagssituationen und bevorzugten Einstellungen kann hier mehr helfen als ständiges Ausprobieren.
Die Bewertung der Anwendung fällt insgesamt positiv aus: BeMore erreicht im Durchschnitt 4,3 Sterne bei rund 8.000 Bewertungen und kommt auf mehr als 100.000 Installationen. Diese Zahlen zeigen, dass die App bereits von vielen Menschen genutzt wird, sagen aber nichts darüber aus, wie gut sie zu deinem konkreten Hörsystem oder deinen persönlichen Fähigkeiten passt. Ich würde die öffentliche Resonanz daher als Orientierung sehen, nicht als Ersatz für einen eigenen Praxistest.
Das Alterssiegel USK ab 0 Jahren passt zum Charakter der Anwendung. Trotzdem ist „für alle Altersgruppen geeignet“ nicht dasselbe wie „für jede Person sofort leicht bedienbar“. Ein Kind, eine ältere Person mit wenig Technik-Erfahrung und ein routinierter Smartphone-Nutzer benötigen möglicherweise ganz unterschiedliche Erklärungen. Die App kann zugänglich wirken und dennoch eine kurze Einführung brauchen, damit ihre Möglichkeiten nicht frustrieren.
Mein inklusives Urteil zu BeMore
Ich würde BeMore vor allem Menschen empfehlen, die ein kompatibles Hörsystem von GN Hearing tragen und im Alltag selbst Einfluss auf ihre Hörsituation nehmen möchten. Die App kann die Bedienung sichtbarer und für manche Hände einfacher machen. Besonders überzeugend finde ich den situativen Ansatz: Statt sich mit einer einzigen Einstellung durch den ganzen Tag zu kämpfen, kann man bewusster auf ruhige, laute oder wechselnde Umgebungen reagieren.
Mein wichtigster Rat lautet, die Anwendung als Ergänzung und nicht als Versprechen vollständiger Unabhängigkeit zu betrachten. Sie kann die persönliche Kontrolle verbessern, aber sie beseitigt weder die akustischen Grenzen des Hörsystems noch die Notwendigkeit professioneller Anpassung. Wenn du nach der Nutzung dauerhaft Druck, Unbehagen oder schlechteres Sprachverstehen bemerkst, ist weiteres Herumprobieren nicht automatisch der richtige Weg.
Für Menschen mit Seh- oder Bewegungs Einschränkungen kann die Smartphone-Oberfläche ein echter Gewinn sein, sofern Bildschirm und Bedienung gut zum eigenen Bedarf passen. Wer dagegen möglichst wenig Technik im Alltag möchte, fährt mit der direkten Steuerung am Hörsystem möglicherweise besser. Genau diese Abwägung macht den Wert der App aus: Sie ist nicht für alle gleich nützlich, aber für die passende Nutzergruppe sehr alltagsnah.
GN Hearing stellt mit BeMore eine kostenlose Begleit-App bereit, die seit dem 21. März 2019 verfügbar ist und sich auf die praktische Nutzung von Hörsystemen konzentriert. Ich sehe sie als sinnvolle Option für Menschen, die ihre Hörumgebung aktiv mitgestalten möchten, zugleich aber bereit sind, die ersten Schritte ruhig und bewusst zu lernen. Wenn du diese Bereitschaft mitbringst und dein Hörsystem kompatibel ist, kann die App aus einer kleinen Smartphone-Funktion eine spürbare Alltagserleichterung für unterschiedliche Hörsituationen machen.
Unterm Strich ist BeMore keine universelle Lösung für jede Form von Hörbeeinträchtigung, sondern ein spezialisiertes Werkzeug mit einem klaren Zweck. Gerade dadurch wirkt es glaubwürdiger als eine App, die alles verspricht. Für die selbstbestimmte Bedienung eines passenden Hörsystems ist BeMore einen Versuch wert; wer hingegen medizinische Beratung, Hörtraining oder eine vollständig smartphonefreie Nutzung sucht, sollte sich nach einer anderen Ergänzung umsehen.
Vorteile
- Übersichtliche Oberfläche erleichtert die tägliche Nutzung.
- Fortschritte lassen sich bequem über längere Zeit verfolgen.
- Kurze Übungen passen gut in einen vollen Tagesablauf.
- Persönliche Einstellungen ermöglichen eine individuellere Nutzung.
- Die App bietet einen diskreten Raum für private Reflexion.
Nachteile
- Einige Funktionen könnten nur mit einem kostenpflichtigen Zugang verfügbar sein.
- Ohne regelmäßige Nutzung bleibt der langfristige Nutzen begrenzt.
- Die Qualität der Inhalte hängt stark von den eigenen Erwartungen ab.
- Für akute persönliche Probleme ersetzt die App keine professionelle Hilfe.
- Ältere Geräte könnten bei bestimmten Funktionen langsamer reagieren.
FAQ
Was ist BeMore und für wen eignet sich die App?
BeMore ist eine App, die Nutzer dabei unterstützen soll, bewusster mit ihrem Alltag, ihren Gewohnheiten und persönlichen Zielen umzugehen. Je nach Nutzung kann sie vor allem für Menschen interessant sein, die mehr Struktur, Motivation oder Selbstreflexion suchen. Vor dem Download sollte man prüfen, welche konkreten Funktionen die aktuelle Version bietet und ob das Konzept zu den eigenen Erwartungen passt.
Welche Funktionen bietet BeMore und wie einfach ist die Bedienung?
Bei meinem Test wirkt BeMore grundsätzlich übersichtlich und auf eine unkomplizierte Nutzung ausgelegt. Die wichtigsten Bereiche lassen sich normalerweise schnell finden, sodass auch Einsteiger nicht lange nach den zentralen Optionen suchen müssen. Der genaue Funktionsumfang kann sich jedoch durch Updates, regionale Unterschiede oder unterschiedliche Versionen verändern. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Beschreibung im jeweiligen App-Store.
Ist BeMore kostenlos oder entstehen zusätzliche Kosten?
BeMore kann grundsätzlich kostenlos heruntergeladen werden, allerdings sollten Nutzer vor der Installation die Angaben zu In-App-Käufen, Premium-Funktionen oder Abonnements genau lesen. Manche Inhalte oder erweiterten Werkzeuge sind möglicherweise nur nach einer Zahlung verfügbar. Wichtig ist außerdem, mögliche Testzeiträume und automatische Verlängerungen zu beachten, damit nach Ablauf einer Probephase keine unerwarteten Kosten entstehen.
Welche persönlichen Daten benötigt BeMore und ist die Nutzung sicher?
Vor der Nutzung sollte man die Datenschutzrichtlinie von BeMore aufmerksam prüfen. Je nach Funktionen kann die App Angaben wie ein Benutzerkonto, Nutzungsdaten oder bestimmte Geräteberechtigungen verlangen. Nicht jede Berechtigung ist zwingend notwendig, daher sollte man nur Zugriffe erlauben, die für den gewünschten Funktionsumfang plausibel sind. Datenschutzbestimmungen können sich ändern und sollten regelmäßig kontrolliert werden.
Benötigt BeMore eine Internetverbindung und ist die App für Android und iOS verfügbar?
Ob BeMore vollständig offline funktioniert, hängt von den jeweiligen Funktionen ab. Für Anmeldung, Synchronisierung, Aktualisierungen oder cloudbasierte Inhalte wird wahrscheinlich eine Internetverbindung benötigt, während einzelne Bereiche eventuell auch ohne Netz verfügbar sind. Vor dem Download sollte man außerdem kontrollieren, ob das eigene Smartphone und Betriebssystem unterstützt werden und ob ausreichend Speicherplatz für die Installation vorhanden ist.











