Simply Guitar - Gitarre lernen
Für Android & iOSEine Gitarre steht oft schon zu Hause, aber der erste Schritt bleibt trotzdem schwierig: Welche Saite ist gemeint, wie soll die Hand liegen und woran merke ich, ob ein Akkord wirklich sauber klingt? Genau an diesem Punkt setzt Simply Guitar an. Ich habe die Lern-App als Begleiter für die ersten Übungseinheiten betrachtet und dabei besonders darauf geachtet, wie gut der Weg von der eigenen Gitarre bis zu einem spielbaren Ergebnis funktioniert.
Mein Eindruck fällt insgesamt positiv aus, allerdings nicht uneingeschränkt. Die Anwendung ist leicht zugänglich, motiviert durch kleine Lernschritte und nimmt Anfängern viel Unsicherheit ab. Gleichzeitig ersetzt sie weder ein gutes Gehör noch eine persönliche Korrektur durch eine Lehrkraft. Wer einen unkomplizierten Einstieg sucht, bekommt hier einen verständlichen Lernweg. Wer bereits sicher spielt oder sehr gezielt an anspruchsvoller Technik arbeiten möchte, stößt schneller an Grenzen.
Vom Instrument im Zimmer zum ersten brauchbaren Ablauf
Der Ausgangspunkt: wenig Erfahrung, aber ein klares Ziel
Simply Guitar gehört zur Kategorie der Lern-Apps und wird von Simply Ltd entwickelt. Die Anwendung ist kostenlos installierbar und für alle Altersgruppen freigegeben. In der Praxis richtet sie sich vor allem an Menschen, die eine Gitarre besitzen, aber keinen festen Unterrichtstermin und keinen klaren Übungsplan haben.
Das ist ein wichtiger Unterschied zu vielen allgemeinen Videoangeboten. Bei einem einzelnen Tutorial muss ich selbst entscheiden, welches Video als Nächstes sinnvoll ist. Hier wird der Einstieg stärker geführt. Das nimmt mir nicht jede Entscheidung ab, verhindert aber, dass ich nach wenigen Minuten zwischen völlig unterschiedlichen Lektionen springe.
Für einen realistischen Alltag ist das hilfreich. Ich kann mir vorstellen, nach der Arbeit die Gitarre kurz aus dem Ständer zu nehmen, das Smartphone in Reichweite zu legen und eine überschaubare Übung zu starten. Der Wert liegt dann nicht darin, eine lange Unterrichtsstunde zu ersetzen, sondern darin, überhaupt regelmäßig anzufangen.
Die hohe Verbreitung passt zu diesem einfachen Ansatz: Simply Guitar kommt auf mehr als zehn Millionen Installationen und erreicht eine durchschnittliche Bewertung von 4,6 bei ungefähr 333.000 Bewertungen. Solche Zahlen beweisen nicht, dass jede Person damit gut lernt, zeigen aber, dass die App eine große Gruppe von Einsteigern anspricht.
Die Einrichtung entscheidet über den ersten Eindruck
Bevor das eigentliche Spielen beginnt, sollte die Gitarre möglichst gut gestimmt sein und das Mikrofon des Geräts die Saiten klar aufnehmen können. Ich würde das Smartphone nicht direkt auf eine weiche Oberfläche legen und auch nicht neben einen laufenden Fernseher. Die App muss hören können, was gespielt wird. Eine ruhige Ecke und ein Abstand, bei dem das Instrument im Bild oder im Aufnahmebereich bleibt, machen den Ablauf deutlich angenehmer.
Das ist einer der ersten Punkte, an denen sich die Erfahrung von einem gedruckten Buch unterscheidet. Ein Buch wartet geduldig, während ich eine Saite suche. Eine hörende App ist dagegen auf ein brauchbares Signal angewiesen. Wenn das Gerät zu weit entfernt liegt, die Umgebung laut ist oder mehrere Instrumente gleichzeitig gespielt werden, kann die Rückmeldung unklarer wirken. Das ist kein spezielles Problem dieser Lernidee, aber man sollte es vor dem Start einplanen.
Ich empfehle außerdem, die Gitarre nicht erst während der Lektion neu zu stimmen. Gerade Anfänger verwechseln sonst schnell zwei Probleme: einen falsch gegriffenen Akkord und eine verstimmte Saite. Eine kurze Vorbereitung spart später Frust und macht die Rückmeldungen verständlicher.
Der Lernweg: kleine Aufgaben statt unübersichtlicher Materialsammlung
Der eigentliche Vorteil liegt für mich in der geführten Reihenfolge. Statt sofort viele Akkorde, Schlagmuster und Begriffe gleichzeitig zu sehen, arbeitet man sich schrittweise vor. Das passt zu einer typischen Anfängerfrage: Was soll ich heute konkret üben? Die App gibt darauf eine unmittelbare Richtung.
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Ich würde die Lektionen nicht einfach im Hintergrund laufen lassen. Der bessere Ablauf ist: kurze Erklärung ansehen oder anhören, Gitarre in Position bringen, die Aufgabe langsam ausführen und anschließend bewusst prüfen, ob der Ton sauber klingt. Wer nur auf den nächsten Bildschirm wartet, kann zwar Fortschritt markieren, entwickelt aber weniger Kontrolle über die eigene Hand.
Besonders nützlich ist die Verbindung aus visueller Anleitung und akustischer Kontrolle. Die Darstellung hilft bei der Orientierung, während das Mikrofon den gespielten Ton oder das Muster erkennt. Dadurch entsteht eine kleine Rückkopplungsschleife: Ich sehe, was zu tun ist, spiele es und erhalte anschließend eine Reaktion. Genau diese Schleife fehlt häufig, wenn man lediglich ein Video pausiert und nachspielt.
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Ein nicht ganz offensichtlicher Tipp ist, schwierige Übergänge absichtlich langsamer zu üben, als es die Lektion zunächst verlangt. Bei Akkordwechseln liegt das Problem oft nicht im einzelnen Griff, sondern im Weg von einer Form zur nächsten. Wenn ich die Bewegung ohne Rhythmus wiederhole, erkenne ich eher, welcher Finger unnötig weit abhebt. Die App führt mich zwar durch die Aufgabe, aber diese zusätzliche Selbstbeobachtung muss ich selbst übernehmen.
Die Übergaben zwischen App, Händen und Ohren
Der Lernprozess besteht aus mehreren Übergaben. Zuerst erklärt die App eine Aufgabe. Danach müssen meine Augen die Darstellung in eine Handbewegung übersetzen. Anschließend erkennt das Mikrofon, was aus dem Instrument kommt, und die Anwendung gibt eine Rückmeldung. Jeder dieser Schritte kann funktionieren, während der nächste trotzdem Schwierigkeiten macht.
Wenn ich beispielsweise die richtige Akkordform greife, aber eine Saite versehentlich berühre, sehe ich möglicherweise, dass die Hand grundsätzlich richtig liegt. Klanglich ist das Ergebnis aber noch nicht sauber. Genau hier sollte ich die Rückmeldung nicht als endgültiges Urteil betrachten. Ich höre selbst nach: Klingt jede Saite einzeln? Ist der Wechsel im Takt möglich? Bleibt die Hand entspannt?
Diese Eigenkontrolle ist entscheidend, weil eine App keine vollständige persönliche Beobachtung ersetzt. Sie kann auf das akustische Ergebnis reagieren, aber nicht jede Ursache sicher erklären. Ein Mensch neben mir könnte sofort sehen, dass mein Daumen zu hoch liegt oder ich die Schulter verspanne. Simply Guitar kann mich beim Dranbleiben unterstützen, aber die körperliche Feinabstimmung bleibt meine Aufgabe.
Für den Alltag bedeutet das: Das Smartphone sollte so positioniert sein, dass ich nicht ständig den Kopf drehen muss. Wenn ich zwischen Bildschirm, Griffbrett und Schlaghand hin- und herblicke, verliere ich leicht den Rhythmus. Ich würde die Erklärung zuerst aufmerksam ansehen, danach den Blick möglichst oft auf die Gitarre richten und nur bei Bedarf wieder zum Display schauen.
Was beim Üben wirklich hängen bleibt
Der größte praktische Nutzen entsteht nicht nach einer einzelnen Sitzung, sondern durch Wiederholung. Die App macht den Einstieg leichter, doch der Fortschritt kommt erst, wenn die Hand Bewegungen wiedererkennt. Ein realistisches Ziel ist deshalb nicht, jeden Tag eine große Menge neuer Inhalte zu schaffen. Besser ist eine kurze Einheit, in der ein bereits gelernter Griff sicherer wird und anschließend eine kleine neue Aufgabe dazukommt.
Ich würde vor jeder neuen Lektion ein bis zwei Minuten für das wiederholen, was zuletzt unsicher war. Dieser Zwischenschritt ist leicht zu übersehen, weil geführte Lernsysteme naturgemäß zum Weiterklicken einladen. Für das tatsächliche Gitarrenspiel ist er aber wertvoller als ein schneller Fortschritt auf dem Bildschirm.
Ein weiterer konkreter Anwendungsfall ist das Üben mit Kopfhörern, sofern die jeweilige Gerätesituation das sinnvoll zulässt. So bleiben Erklärungen verständlich, während die Gitarre selbst akustisch hörbar bleibt. Bei einer sehr leisen E-Gitarre oder einer Umgebung mit viel Nebengeräusch kann die Erkennung trotzdem schwieriger werden. Wer hier wiederholt unklare Rückmeldungen bekommt, sollte zuerst Position, Lautstärke und Hintergrundgeräusche verändern, statt sofort an den eigenen Fähigkeiten zu zweifeln.
Die App eignet sich auch gut als feste Startstation vor dem freien Spielen. Ich kann eine kurze geführte Übung machen und danach ohne Bildschirm weiterprobieren. So bleibt das Smartphone ein Werkzeug und wird nicht zum Mittelpunkt jeder Minute. Gerade Anfänger gewinnen dadurch langsam die Sicherheit, auch ohne permanente Anweisung weiterzumachen.
Wo die kostenlose Nutzung endet und die Entscheidung wichtig wird
Simply Guitar kann kostenlos begonnen werden, bietet aber auch In-App-Käufe. Bei Abrechnung über Google Play liegen diese zwischen 9,99 Euro und 179,99 Euro. Diese Spanne sollte man ernst nehmen, bevor man sich auf einen längeren Lernweg festlegt. Ich würde zuerst prüfen, ob die Art der Anleitung zu mir passt und ob ich tatsächlich regelmäßig übe, bevor ich Geld für zusätzliche Inhalte ausgebe.
Der entscheidende Punkt ist nicht nur der Preis, sondern der persönliche Lernstil. Wer klare Führung braucht und sich durch sichtbare kleine Schritte motivieren lässt, kann von einem erweiterten Lernangebot profitieren. Wer dagegen nur gelegentlich einen bestimmten Song oder eine einzelne Technik nachschlagen möchte, fährt möglicherweise mit kostenlosen Einzelvideos oder einem guten Buch günstiger und flexibler.
Bei einer kostenpflichtigen Entscheidung sollte ich außerdem überlegen, ob ich die App langfristig als Kurs oder nur als Anschub nutzen will. Für die ersten Grundlagen kann die geführte Struktur sehr hilfreich sein. Später möchte ich vielleicht eigene Stücke auswählen, mein Tempo komplett selbst bestimmen oder gezielt an Fingerstyle, Improvisation und Musiktheorie arbeiten. Dann werden andere Lernquellen wahrscheinlich wichtiger.
Der Vergleich mit Unterricht, Videos und Gitarrenbüchern
Im Vergleich zu einem persönlichen Gitarrenlehrer punktet Simply Guitar bei Verfügbarkeit und niedriger Einstiegshürde. Ich muss keinen Termin vereinbaren und kann in meinem eigenen Zimmer beginnen. Dafür fehlt die direkte menschliche Korrektur. Ein Lehrer kann die Übung sofort an meine Körperhaltung, meine Handgröße und mein Tempo anpassen.
Gegenüber frei verfügbaren Videos bietet die App mehr Ordnung. Ein Video kann eine Technik sehr gut erklären, führt mich aber nicht automatisch durch die nächsten sinnvollen Schritte. Simply Guitar ist deshalb stärker, wenn ich ohne Vorkenntnisse einen Pfad brauche. Videos bleiben besser, sobald ich eine ungewöhnliche Spielweise, eine bestimmte Interpretation oder eine sehr konkrete Frage suche.
Ein gedrucktes Buch hat wiederum den Vorteil, dass es ohne Mikrofon, Bildschirm und akustische Erkennung funktioniert. Es ist angenehm, wenn ich beim Spielen nicht auf ein Display schauen möchte. Dafür muss ich die Übungen selbst strukturieren und kann Fehler leichter übersehen. Die App ist interaktiver, aber auch stärker davon abhängig, dass Technik und Umgebung mitspielen.
Mein persönlicher Kompromiss wäre eine Kombination: Simply Guitar für den Einstieg und die Routine, danach ein Songbuch, Videos oder Unterricht für die Bereiche, in denen ich genauer und individueller werden möchte. Keine dieser Möglichkeiten deckt alle Lernstile gleich gut ab.
Für wen der Ablauf gut funktioniert
Ich würde die App vor allem Erwachsenen und Jugendlichen empfehlen, die bei null oder fast null anfangen, eine eigene Gitarre haben und einen konkreten nächsten Schritt brauchen. Auch Wiedereinsteiger können profitieren, wenn die Grundlagen eingerostet sind und ein sanfter Neustart angenehmer ist als ein anspruchsvolles Lehrbuch.
Für Familien kann die niedrige Altersfreigabe beruhigend sein, wobei die tatsächliche Eignung natürlich vom Alter, der Geduld und der Fähigkeit abhängt, Anweisungen selbstständig umzusetzen. Ein jüngeres Kind braucht wahrscheinlich weiterhin Unterstützung beim Stimmen, bei der Haltung und beim Lesen der Hinweise.
Nicht meine erste Wahl wäre die App für jemanden, der bereits sicher Akkorde wechselt, nach Gehör spielt oder gezielt an fortgeschrittenem Solospiel arbeitet. Auch wer eine klassische Gitarrenausbildung mit Notenlesen und genauer Technik erwartet, sollte vorher realistisch einschätzen, ob ein allgemein zugänglicher Einstiegskurs dafür ausreicht.
Ein weiterer Grenzfall sind Menschen, die sich durch automatische Rückmeldungen eher verunsichern lassen. Wenn ein Ton nicht erkannt wird, kann das an der Umgebung, der Position des Geräts oder der Spielweise liegen. Wer jede negative Rückmeldung als Beweis für fehlendes Talent versteht, wird unnötig frustriert. Die Anwendung sollte als Orientierung dienen, nicht als unfehlbarer Prüfer.
Die wichtigsten Reibungspunkte im täglichen Einsatz
Der Ablauf bricht am ehesten dort, wo die technische Erkennung nicht sauber mit dem eigenen Üben zusammenpasst. Ein Smartphone-Mikrofon hört nicht nur die Gitarre, sondern auch Raumgeräusche. Bei einem akustisch lauten Raum, mehreren Personen oder einer ungünstigen Geräteposition kann die Rückmeldung weniger verlässlich wirken. Deshalb lohnt sich ein fester Übungsplatz mit möglichst gleichbleibenden Bedingungen.
Auch die Bildschirmabhängigkeit kann stören. Beim Akkordwechsel möchte ich meine Augen eigentlich auf die linke Hand richten, nicht auf die nächste Anzeige. Ich würde deshalb neue Bewegungen zunächst mit Blick auf die Anleitung vorbereiten und danach mehrere Wiederholungen spielen, ohne ständig nach unten zum Display zu schauen.
Die Motivation durch einen geführten Kurs hat eine Kehrseite: Man kann sich zu stark an die vorgegebene Reihenfolge gewöhnen. Irgendwann muss ich selbst entscheiden, welchen Akkord ich wiederhole, welches Lied ich spielen möchte und wann eine Übung musikalisch genug klingt. Wer nur den nächsten Schritt abarbeitet, lernt möglicherweise die Navigation besser als das Instrument.
Auch die Käufe innerhalb der App gehören zur praktischen Bewertung. Kostenlos zu starten ist angenehm, aber die genannten Preise für Google Play können je nach gewähltem Umfang eine größere Entscheidung darstellen. Ich würde daher nicht nur auf die ersten gelungenen Minuten schauen, sondern darauf, ob die Lernform nach mehreren Übungstagen noch zu meinem Alltag passt.
Version, Gerätebasis und Alltagstauglichkeit
Zum Zeitpunkt meiner Betrachtung liegt die aktuelle Version bei 9.7.3. Unterstützt wird Android ab Version 6.0. Das macht die App grundsätzlich auch für ältere Android-Geräte interessant, trotzdem hängt die tatsächliche Erfahrung davon ab, wie gut das jeweilige Smartphone Audio aufnimmt und wie angenehm der Bildschirm beim Üben abzulesen ist.
Die technische Mindestanforderung sagt also nicht automatisch, dass jedes ältere Gerät ideal geeignet ist. Für den Lernfluss sind ein gut verständliches Display, ein stabiler Stand und eine brauchbare Mikrofonposition wichtiger als ein besonders modernes Modell. Wer sein Smartphone während des Spielens in der Hand halten muss, verliert schnell eine freie Hand und damit einen Teil des Nutzens.
Ich würde vor dem regelmäßigen Einsatz testen, ob die Anwendung meine normale Gitarre zuverlässig hört. Der Store-Satz, dass sie mit jeder Gitarre funktioniert, klingt zunächst sehr offen; in der Praxis bleibt aber jedes Instrument anders laut, jede Umgebung anders und jede Spielweise individuell. Die grundlegende Idee ist flexibel, die Qualität der Rückmeldung hängt dennoch von den Bedingungen ab.
Mein Ergebnis nach dem vollständigen Arbeitsablauf
Vom ersten Öffnen bis zum spielbaren Ergebnis überzeugt mich Simply Guitar vor allem als strukturierter Einstieg. Die App bringt Ordnung in die ersten Schritte, verbindet Erklärungen mit dem eigenen Spiel und macht aus dem diffusen Vorhaben „Gitarre lernen“ eine Reihe konkreter Aufgaben. Das ist der wichtigste Beitrag: Sie senkt die Hürde zwischen dem Instrument im Zimmer und einer tatsächlichen Übungsroutine.
Der Erfolg hängt aber an mehreren Übergaben. Ich muss die Gitarre vorbereiten, das Gerät sinnvoll aufstellen, die Hinweise in Handbewegungen übersetzen und die akustische Rückmeldung kritisch einordnen. Wer diese Punkte berücksichtigt, bekommt mehr als eine bloße Sammlung von Lektionen. Wer sie ignoriert, kann trotz guter Anleitung schnell den Eindruck gewinnen, dass die App nicht zuhört oder die Übungen zu schwer sind.
Mein Urteil lautet deshalb: Für Anfänger ist Simply Guitar eine empfehlenswerte, zugängliche Lernhilfe, besonders wenn regelmäßiger Unterricht nicht in den Alltag passt. Die beste Nutzung ist nicht das blinde Abarbeiten, sondern eine Mischung aus geführter Lektion, langsamer Wiederholung und eigenem Zuhören. Genau dann entsteht ein brauchbarer Übergang von der App zum echten Spielen.
Ich würde sie nicht als vollständigen Ersatz für Unterricht, Gehörbildung oder fortgeschrittene Gitarrenliteratur betrachten. Für den ersten Weg, die ersten Akkorde und eine verlässliche Übungsroutine ist sie jedoch gut aufgestellt. Wer nach dem Einstieg bereit ist, eigene Stücke auszuwählen und unabhängiger zu üben, sollte die App als Sprungbrett sehen und nicht als einzige Quelle für die gesamte musikalische Entwicklung.
Vorteile
- Benutzerfreundliches Interface für Anfänger.
- Vielfältige Songauswahl zum Üben.
- Interaktive Lektionen fördern das Lernen.
- Gute Audioqualität für klare Anweisungen.
- Flexibel für verschiedene Lernstile.
Nachteile
- Erfordert In-App-Käufe für vollständigen Zugang.
- Nicht für fortgeschrittene Spieler geeignet.
- Benötigt Internetverbindung für beste Funktion.
- Manchmal langsame App-Updates.
- Begrenzte Unterstützung für Linkshänder.
FAQ
Was ist Simply Guitar und wie funktioniert es?
Simply Guitar ist eine App, die Anfängern und Fortgeschrittenen das Gitarrespielen erleichtert. Sie bietet Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Video-Tutorials und interaktive Übungen, die auf Ihre Fortschritte abgestimmt sind. Die App verwendet Ihr Mikrofon, um Ihr Spiel zu hören und Feedback in Echtzeit zu geben, was es einfach macht, Ihr Können stetig zu verbessern.
Ist Simply Guitar für Anfänger geeignet?
Ja, Simply Guitar ist ideal für Anfänger geeignet. Die App bietet leicht verständliche Anleitungen, die Ihnen die Grundlagen des Gitarrenspiels beibringen. Sie können in Ihrem eigenen Tempo lernen, ohne Druck, und die App passt sich Ihrem Lernfortschritt an, sodass Sie nicht überfordert werden. Schritt-für-Schritt-Anleitungen helfen Ihnen, Selbstvertrauen aufzubauen.
Welche Geräte werden von Simply Guitar unterstützt?
Simply Guitar ist sowohl für Android als auch für iOS-Geräte verfügbar. Sie benötigen ein Smartphone oder Tablet mit einem funktionierenden Mikrofon, da die App Ihr Spiel hören muss, um Feedback zu geben. Stellen Sie sicher, dass Ihr Gerät die neueste Version des Betriebssystems verwendet, um die beste Leistung und Kompatibilität zu gewährleisten.
Gibt es eine kostenlose Version von Simply Guitar?
Simply Guitar bietet eine kostenlose Testversion an, mit der Sie die App und ihre Funktionen ausprobieren können. Nach Ablauf der Testphase gibt es verschiedene Abonnementoptionen, die Ihnen Zugang zu allen Lektionen und Inhalten bieten. Die Preise variieren je nach gewählter Laufzeit und bieten Flexibilität für unterschiedliche Budgets.
Wie unterscheidet sich Simply Guitar von anderen Gitarrenlern-Apps?
Simply Guitar hebt sich durch seinen benutzerfreundlichen Ansatz und die personalisierten Lernpfade hervor. Im Gegensatz zu anderen Apps bietet es Echtzeit-Feedback und passt sich Ihrem individuellen Lernfortschritt an. Die Kombination aus interaktiven Übungen und professionellen Video-Tutorials sorgt für ein umfassendes Lernerlebnis, das sowohl unterhaltsam als auch effektiv ist.











