Cubase iC Pro
Für Android & iOSWer Cubase am Rechner ernsthaft nutzt, kennt das kleine praktische Problem: Für viele Handgriffe möchte man nicht jedes Mal zur Maus zurückkehren oder vor dem Monitor sitzen. Genau hier setzt Cubase iC Pro an. Ich habe die App als mobile Fernbedienung für Cubase betrachtet und dabei besonders darauf geachtet, wie stark ihr Nutzen von der Verbindung zwischen Mobilgerät und Computer abhängt. Mein Eindruck ist klar: Sie kann den Workflow im Studio spürbar angenehmer machen, ist aber keine eigenständige Musikproduktionsumgebung für unterwegs.
Die App gehört in den Bereich Musik und Audio und stammt von Steinberg Media Technologies GmbH. Sie kostet 8,49 Euro und richtet sich damit vor allem an Menschen, die bereits mit Cubase arbeiten und eine gezielte Erweiterung für ihre Arbeitsweise suchen. Wer keine Cubase-Installation besitzt, wird aus der App allein kaum einen praktischen Nutzen ziehen. Die durchschnittliche Bewertung von 2,2 bei rund 79 Bewertungen zeigt außerdem, dass die Erwartungen nicht bei allen Nutzern erfüllt werden.
Eine Fernbedienung, deren Wert an der Verbindung hängt
Die wichtigste Erkenntnis bei dieser App ist nicht ein einzelnes Bedienelement, sondern die Abhängigkeit vom Zusammenspiel mit dem laufenden Cubase-System. Das Smartphone oder Tablet ist hier nicht der Ort, an dem das komplette Projekt entsteht. Es dient vielmehr als zusätzliche Oberfläche, über die ich bestimmte Abläufe aus etwas Abstand steuern kann. Dadurch verschiebt sich die Frage von „Was kann die App allein?“ zu „Welche Handgriffe möchte ich nicht mehr direkt am Rechner erledigen?“
In einem festen Studio kann das sehr sinnvoll sein. Ich kann mich vom Bildschirm lösen, während ich eine Aufnahme vorbereite, den Ablauf kontrolliere oder eine Wiedergabe an einer anderen Position im Raum beobachte. Die App wird damit interessant, wenn der Computer zwar das Zentrum bleibt, aber nicht immer in Reichweite stehen soll. Für einen mobilen Einsatz im Zug, im Café oder auf dem Sofa ohne Zugriff auf das Cubase-System ist sie dagegen nicht die passende Lösung.
Gerade bei einer Fernsteuerung ist die Netzwerkverbindung ein Teil des Nutzungserlebnisses. Wenn Mobilgerät und Computer nicht sauber miteinander kommunizieren, spielt es keine Rolle, wie übersichtlich die Oberfläche gestaltet ist. Deshalb sollte man vor dem Kauf überlegen, ob die eigene Studioumgebung eine stabile Verbindung zwischen den Geräten zulässt. Ein schwaches oder wechselhaftes Netzwerk kann aus einem bequemen Steuerweg schnell eine Quelle für Unterbrechungen und Unsicherheit machen.
Ich würde die App deshalb nicht wie einen gewöhnlichen mobilen Audio-Editor bewerten. Bei einer typischen Musik-App erwarte ich, dass ich unabhängig vom Desktop Ideen aufnehmen, schneiden oder arrangieren kann. Bei Cubase iC Pro ist die Erwartung eine andere: Die App ergänzt Cubase, ersetzt es aber nicht. Diese Abgrenzung ist entscheidend, weil sie erklärt, warum der Nutzen für einen Cubase-Anwender groß sein kann, während er für alle anderen sehr klein bleibt.
Wo die Verbindung im Alltag wirklich zählt
Ein realistisches Beispiel ist eine Aufnahmesituation mit einem Mikrofon in einem anderen Teil des Raums. Ich möchte vielleicht nicht neben dem Rechner sitzen, sondern dort bleiben, wo das Instrument steht. Eine mobile Fernbedienung kann in so einem Moment praktischer sein als eine lange Rückkehr zum Schreibtisch für jeden einzelnen Steuerbefehl. Der Vorteil entsteht also nicht durch mobile Produktion, sondern durch weniger Wege und eine bessere Position im Raum.
Auch beim Abhören kann der Abstand zum Rechner nützlich sein. Ich kann mich auf die akustische Situation konzentrieren, statt ständig auf eine Benutzeroberfläche zu schauen. Das ist besonders dann angenehm, wenn ich eine Passage wiederholt prüfen oder den Ablauf einer Session beobachten möchte. Die App macht aus dem Smartphone kein Mischpult im professionellen Sinn, aber sie kann die räumliche Freiheit rund um Cubase verbessern.
Wichtig ist dabei, dass ich die App nicht als magische Lösung für jede Studioaufgabe sehe. Präzise Bearbeitung, komplexe Projektentscheidungen und Arbeiten, die eine große Bildschirmfläche verlangen, bleiben am Rechner sinnvoller. Die mobile Oberfläche ist dort stark, wo ein schneller Zugriff aus einer anderen Position hilft. Sie ist dort schwächer, wo viele Informationen gleichzeitig sichtbar sein müssen.
Mobile Nutzung: praktisch im Studio, begrenzt außerhalb davon
Der Begriff „mobil“ kann bei einer solchen App leicht zu falschen Erwartungen führen. Das Mobilgerät lässt sich zwar bewegen, aber der eigentliche Arbeitskontext bleibt an Cubase gebunden. Ich kann das Telefon oder Tablet im Raum mitnehmen, doch daraus wird keine vollständige Produktionsumgebung. Wer unterwegs musikalische Ideen unabhängig vom Rechner entwickeln möchte, sollte eher zu einer eigenständigen Aufnahme-, Sequencer- oder Notizlösung greifen.
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Für den Einsatz zu Hause oder im Projektstudio ist diese Einschränkung weniger problematisch. Dort kann die App genau die Lücke schließen, die zwischen dem festen Rechnerplatz und dem tatsächlichen Aufnahmeort entsteht. Ein Tablet auf einem Ständer oder ein Smartphone in der Hand kann als zusätzliche Steuerposition dienen. Der Nutzen hängt dann davon ab, ob diese Position im eigenen Ablauf wirklich gebraucht wird oder nur interessant klingt.
Ich würde vor dem Kauf eine einfache Alltagssituation prüfen: Muss ich während meiner Sessions regelmäßig vom Computer weg? Wenn die Antwort nein lautet, bringt eine Fernbedienung wahrscheinlich weniger als erwartet. Wenn ich dagegen häufig zwischen Instrument, Mikrofon und Rechner pendle, kann der Preis von 8,49 Euro im Verhältnis zur eingesparten Unterbrechung vernünftig wirken.
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Die unterstützte Systembasis ist ebenfalls ein praktischer Punkt. Die App läuft ab Android 8.0. Für viele noch verwendete Geräte ist das keine hohe Hürde, trotzdem sollte ich vor der Installation prüfen, ob mein konkretes Smartphone oder Tablet ausreichend aktuell ist und im Studio zuverlässig arbeitet. Bei einer Steuerungs-App ist ein älteres Gerät mit instabiler Verbindung besonders ärgerlich, weil die Schwäche nicht nur die App, sondern den gesamten Ablauf betrifft.
Was passiert, wenn die Verbindung nicht mitspielt?
Bei einer netzwerkabhängigen Fernbedienung muss ich mit Unterbrechungen rechnen, auch wenn die Verbindung im Normalfall funktioniert. Ein Gerät kann aus dem Netzwerk wechseln, der Computer kann die Verbindung verlieren oder die Kommunikation kann aus einem anderen Grund kurz aussetzen. In solchen Momenten ist die wichtigste Regel: Ich verlasse mich nicht ausschließlich auf die mobile Oberfläche, wenn eine Aufnahme oder ein wichtiger Arbeitsablauf läuft.
Für mich gehört deshalb eine einfache Rückfallebene zur sinnvollen Nutzung. Der Rechner sollte erreichbar bleiben, und ich sollte wissen, welche Bedienung ich im Notfall direkt in Cubase übernehmen kann. Das klingt banal, ist aber bei jeder Fernsteuerung entscheidend. Eine App, die normalerweise Wege spart, darf nicht dazu führen, dass ich bei einem Verbindungsproblem den Überblick über die Session verliere.
Ich würde die Verbindung vor einer wichtigen Aufnahme in genau der Position testen, in der das Mobilgerät später verwendet wird. Direkt neben dem Router kann alles stabil wirken, während am anderen Ende des Raums eine andere Erfahrung entsteht. Dieser Test kostet wenig Zeit und zeigt, ob die gewünschte Freiheit tatsächlich funktioniert. Erst danach würde ich die App in einen kritischen Ablauf einplanen.
Nach einer Unterbrechung sollte ich außerdem nicht blind weiterarbeiten. Ich prüfe zuerst, ob die mobile Steuerung wieder reagiert und ob Cubase weiterhin im erwarteten Zustand ist. Bei einer Fernbedienung ist der gefährlichste Moment nicht unbedingt der komplette Ausfall, sondern eine verzögerte Rückmeldung. Wenn eine Aktion verspätet ankommt, kann ein weiterer Tipp die Situation verschlimmern. Geduld und ein Blick auf den Rechner sind hier besser als hektisches mehrfaches Auslösen.
Diese Vorsicht ist kein Argument gegen die App, sondern eine realistische Einordnung ihres Einsatzes. Auch eine gute Fernbedienung bleibt eine zusätzliche Verbindungsschicht. Wer sie als Komfortwerkzeug betrachtet und den Rechner als sichere Hauptinstanz behält, nutzt sie vernünftig. Wer erwartet, dass sie bei jedem Netzwerkproblem automatisch den kompletten Studioablauf auffängt, wird wahrscheinlich enttäuscht.
Bewusster Umgang mit Daten und Geräten
Bei einer solchen Anwendung denke ich nicht nur an Geschwindigkeit, sondern auch an die Struktur meines Heimnetzwerks. Die App ist für einen kontrollierten Einsatz zwischen meinem Mobilgerät und dem Cubase-Rechner gedacht. Ich würde sie daher bevorzugt in einer vertrauten Studioumgebung verwenden und nicht unüberlegt über fremde oder öffentlich zugängliche Netzwerke arbeiten. Das ist weniger eine Frage der Musikfunktion als eine Frage des gesunden Umgangs mit Geräten, die miteinander kommunizieren.
Ein weiterer praktischer Punkt ist der Akku. Eine mobile Fernbedienung wird oft genau dann gebraucht, wenn ich mich vom Rechner entferne. Ein fast leeres Smartphone kann den Ablauf plötzlich wieder an den festen Arbeitsplatz zurückzwingen. Ich halte das Gerät deshalb vor längeren Sessions geladen und vermeide es, die App erst im entscheidenden Moment einzurichten. Eine kurze Vorbereitung macht den Unterschied zwischen einem hilfreichen Werkzeug und einem zusätzlichen Störfaktor.
Auch die Bildschirmhelligkeit und die Position des Geräts spielen eine Rolle. In einem dunklen Raum kann ein sehr helles Display ablenken, während eine ungünstige Ablage dazu führt, dass ich ständig danach greifen muss. Ich stelle das Mobilgerät so auf, dass ich es mit einem kurzen Blick prüfen kann. Der beste Workflow entsteht nicht dadurch, dass das Telefon permanent in der Hand bleibt, sondern dadurch, dass es genau dort liegt, wo ein schneller Zugriff sinnvoll ist.
Ich würde außerdem Benachrichtigungen anderer Apps während einer Session möglichst reduzieren. Bei einer Fernbedienung kann jeder unerwartete Hinweis die Aufmerksamkeit vom musikalischen Ablauf abziehen. Das ist kein spezielles Versprechen der App, sondern eine einfache Maßnahme, damit die mobile Oberfläche ihre Aufgabe erfüllt. Je weniger das Gerät nebenbei ablenkt, desto eher fühlt es sich wie ein Studio-Werkzeug und nicht wie ein gewöhnliches Smartphone an.
Für wen sich Cubase iC Pro lohnt
Die App passt am besten zu Cubase-Nutzern, die bereits einen festen Rechner-Workflow haben und darin regelmäßig räumliche Flexibilität vermissen. Besonders interessant ist sie für Aufnahmen, bei denen ich nicht direkt am Computer sitzen möchte, sowie für Situationen, in denen ein schneller Steuerzugriff aus mehreren Positionen im Raum hilfreich ist. Auch wer sein Studio gern übersichtlich hält und nicht für jeden Handgriff zusätzliche Hardware aufstellen möchte, kann einen Vorteil sehen.
Ein konkreter, nicht sofort offensichtlicher Nutzen liegt in der Verringerung von Unterbrechungen. Wenn ich für eine kleine Änderung jedes Mal zum Rechner gehen muss, verliere ich nicht nur Zeit, sondern auch Konzentration. Eine mobile Fernbedienung kann diesen Wechsel verkürzen. Das ist kein spektakuläres Feature, aber im Alltag oft der Unterschied zwischen einem flüssigen und einem zerrissenen Ablauf.
Ein zweiter Vorteil zeigt sich bei der Arbeit mit einer anderen Person. Wenn jemand im Aufnahmeraum spielt oder spricht, kann ich näher am Geschehen bleiben, statt ausschließlich vom Rechnerplatz aus zu arbeiten. Dadurch kann die Kommunikation natürlicher werden. Ich würde die App allerdings nicht als Ersatz für eine vollständig getrennte Regie- und Aufnahmekonfiguration ansehen. Sie ist eine Ergänzung für mehr Beweglichkeit, keine komplette Studioarchitektur.
Ein dritter Punkt betrifft die Entscheidung zwischen zusätzlicher Hardware und vorhandenen Geräten. Wer ohnehin ein geeignetes Smartphone oder Tablet besitzt, kann eine mobile Steueroberfläche nutzen, ohne ein weiteres physisches Bediengerät auf dem Tisch unterzubringen. Dem steht gegenüber, dass ein Touchscreen kein haptisches Feedback wie echte Tasten oder Regler bietet. Für schnelle grobe Eingriffe kann das genügen; bei präzisen, wiederholbaren Bewegungen bevorzuge ich je nach Aufgabe weiterhin eine Maus, Tastatur oder spezielle Hardware.
Wann eine andere Lösung besser passt
Ich würde die App nicht empfehlen, wenn ich Cubase nicht verwende. Ihr Zweck ist eng an dieses Programm gekoppelt, und genau das ist gleichzeitig ihre Stärke und ihre größte Einschränkung. Eine allgemeine Audio-Fernbedienung oder eine eigenständige mobile Musik-App wäre für Nutzer mit anderer Software die logischere Wahl.
Auch für Menschen, die hauptsächlich unterwegs Musik machen, ist sie wahrscheinlich nicht die richtige Investition. Wer Ideen aufnehmen, arrangieren und bearbeiten möchte, ohne einen Computer in der Nähe zu haben, braucht eine App, die diese Aufgaben selbstständig abdeckt. Cubase iC Pro ist dafür nicht gedacht. Ihre Stärke liegt nicht in Unabhängigkeit, sondern in der Ergänzung eines bestehenden Cubase-Arbeitsplatzes.
Wenn ich besonders präzise Eingaben brauche, sollte ich ebenfalls vergleichen. Eine Maus bietet mir am Desktop oft mehr Kontrolle, eine Tastatur kann bei bekannten Befehlen schneller sein, und ein physisches Bediengerät fühlt sich bei bestimmten Bewegungen unmittelbarer an. Die mobile Fernbedienung gewinnt vor allem durch ihre Position im Raum und ihre spontane Verfügbarkeit. Sie ist nicht automatisch die beste Oberfläche für jede einzelne Aufgabe.
Die eher niedrige durchschnittliche Bewertung von 2,2 bei rund 79 Bewertungen würde ich nicht ignorieren. Sie ist kein Beweis dafür, dass die App in jedem Setup schlecht funktioniert, aber sie ist ein Anlass, die eigenen Erwartungen realistisch zu halten. Vor dem Kauf sollte ich besonders prüfen, ob mein Cubase-Arbeitsplatz und mein Netzwerk den gewünschten Einsatz unterstützen. Der Preis ist überschaubar, doch auch ein kleiner Betrag ist unnötig, wenn ich die Fernbedienungsfunktion kaum nutzen werde.
Version, Einstieg und tägliche Routine
Die aktuelle Version ist 1.2.7.77. Nach der Installation würde ich nicht sofort eine wichtige Session damit steuern, sondern zunächst einen kurzen Testablauf machen. Ich prüfe, ob die App den Rechner in meiner Umgebung erreicht, wie schnell Rückmeldungen erscheinen und ob die Bedienung an der Stelle bequem ist, an der ich sie tatsächlich verwenden möchte. Dieser erste Test beantwortet mehr als ein bloßes Ausprobieren am Schreibtisch.
Danach lohnt sich eine feste Routine. Ich lege das Mobilgerät vor Beginn der Session bereit, kontrolliere die Verbindung und halte den Rechner als direkte Ausweichmöglichkeit zugänglich. Wenn ich die App nur gelegentlich öffne, kann die Einrichtung jedes Mal wieder Zeit kosten. Wenn ich sie dagegen als festen Bestandteil für bestimmte Aufnahmesituationen einplane, wird ihr Nutzen deutlich greifbarer.
Die Altersfreigabe liegt bei USK ab 0 Jahren. Das sagt wenig über die Eignung für den professionellen Workflow aus, macht aber deutlich, dass die App keine altersbezogene Hürde für die Nutzung darstellt. Entscheidend bleiben Cubase-Erfahrung, ein passendes Mobilgerät und eine zuverlässige Verbindung. Diese drei Punkte bestimmen die praktische Qualität stärker als die bloße Installation.
Mein Urteil zur vernetzten Nutzung
Für mich ist Cubase iC Pro ein spezialisiertes Werkzeug mit einem klaren Platz: Es macht Cubase in bestimmten Studio-Situationen beweglicher, ohne den Rechner als Zentrum zu ersetzen. Besonders überzeugend ist die Idee, während einer Aufnahme oder Kontrolle nicht ständig am festen Arbeitsplatz sitzen zu müssen. Der Gewinn liegt in weniger Wegen, mehr räumlicher Freiheit und einem konzentrierteren Ablauf.
Gleichzeitig sollte ich die Verbindung nicht als Nebensache behandeln. Netzwerkabhängige Momente, ein leerer Akku oder eine verzögerte Rückmeldung können den Komfort schnell schmälern. Wer vor wichtigen Sessions testet, den Rechner als Rückfallebene behält und das Mobilgerät bewusst positioniert, kann diese Risiken gut begrenzen. Wer dagegen eine unabhängige mobile Produktions-App erwartet, sollte sich nach einer anderen Kategorie umsehen.
Mit über tausend Installationen bleibt die App eine eher spezielle Lösung und kein Werkzeug für jeden Musikfan. Das passt zu ihrem Zweck: Sie richtet sich nicht an alle, sondern an Cubase-Anwender mit einem konkreten Bedarf. Ich würde sie einem Freund empfehlen, der regelmäßig zwischen Rechner und Aufnahmeraum wechseln muss und bereits ein geeignetes Mobilgerät besitzt. Für gelegentliche Neugier ohne klaren Anwendungsfall würde ich das Geld eher sparen.
Mein Fazit: Cubase iC Pro ist dann sinnvoll, wenn die Verbindung zwischen Mobilgerät und Cubase einen echten Arbeitsweg verkürzt. Sie ist keine vollständige Musikproduktion auf dem Smartphone, sondern eine praktische Fernbedienung für einen bestehenden Desktop-Workflow. Wer diesen Unterschied versteht und seine Netzwerkumgebung im Griff hat, bekommt ein nützliches Studio-Extra. Wer unabhängig vom Computer arbeiten möchte, findet in eigenständigen mobilen Audio-Apps die passendere Lösung.
Vorteile
- Einfache Integration mit Cubase
- Fernsteuerung über WLAN möglich
- Benutzerfreundliche Oberfläche
- Unterstützt mehrere Spuren
- Gute Anpassungsmöglichkeiten
Nachteile
- Nicht alle Funktionen kostenlos
- Benötigt Cubase auf PC
- Verbindung kann instabil sein
- Nur für iOS verfügbar
- Eingeschränkte Android-Unterstützung
FAQ
Was ist Cubase iC Pro und wie funktioniert es?
Cubase iC Pro ist eine mobile App, die entwickelt wurde, um die Fernsteuerung von Cubase, einer digitalen Audio-Workstation, zu ermöglichen. Mit der App können Benutzer ihre Cubase-Projekte über ihr Smartphone oder Tablet steuern, was eine größere Flexibilität und Mobilität während der Musikproduktion ermöglicht. Die App bietet Funktionen wie Transportsteuerungen, Mixer-Ansichten und Projektnavigation.
Welche Geräte werden von Cubase iC Pro unterstützt?
Cubase iC Pro ist sowohl für iOS- als auch für Android-Geräte verfügbar. Die App ist kompatibel mit den meisten modernen Smartphones und Tablets, die auf diesen Betriebssystemen laufen. Benutzer sollten sicherstellen, dass ihre Geräte die Mindestanforderungen der App erfüllen, um eine reibungslose Funktionalität zu gewährleisten. Eine stabile WLAN-Verbindung ist ebenfalls erforderlich.
Welche Vorteile bietet die Nutzung von Cubase iC Pro?
Cubase iC Pro bietet Musikproduzenten die Möglichkeit, ihre Projekte aus der Ferne zu steuern, was besonders nützlich ist, wenn man nicht direkt vor dem Computer sitzen kann. Es erleichtert die Aufnahmeprozesse und das Mischen durch die direkte Steuerung über mobile Geräte. Zudem verbessert es den Workflow, indem es schnelle Anpassungen und Navigation innerhalb von Projekten ermöglicht.
Gibt es Einschränkungen bei der Verwendung von Cubase iC Pro?
Obwohl Cubase iC Pro viele nützliche Funktionen bietet, gibt es einige Einschränkungen. Die App erfordert eine bestehende Cubase-Installation auf einem Computer, um zu funktionieren. Außerdem können nicht alle Funktionen von Cubase über die mobile App gesteuert werden. Benutzer sollten sicherstellen, dass ihre Cubase-Version mit der App kompatibel ist, um alle Funktionen nutzen zu können.
Wie viel kostet Cubase iC Pro und gibt es eine Testversion?
Cubase iC Pro ist als kostenpflichtige App erhältlich. Die genauen Kosten können je nach Region variieren und sollten im jeweiligen App Store überprüft werden. Derzeit bietet Steinberg, der Entwickler der App, keine kostenlose Testversion an. Benutzer, die an der App interessiert sind, sollten die Funktionen und Bewertungen sorgfältig prüfen, bevor sie einen Kauf tätigen.











