edtime Mitarbeiter-App
Für AndroidWer Arbeitszeiten und Dienstpläne nicht länger zwischen Papierkalender, Chatverläufen und einzelnen Tabellen zusammensuchen möchte, findet in der edtime Mitarbeiter-App einen klaren, arbeitsbezogenen Ansatz. Ich habe sie als Werkzeug für den täglichen Blick auf den eigenen Einsatzplan verstanden: Wann arbeite ich, welche Zeiten sind erfasst und wie behalte ich meine beruflichen Termine im Blick? Genau dort fühlt sich die Anwendung am stärksten an. Sie will kein allgemeines Organisationsprogramm sein, sondern eine digitale Anlaufstelle für Arbeitszeit und Dienstplan.
Die App stammt von eurodata AG und gehört damit in den Bereich Business. Sie ist kostenlos erhältlich, für alle Altersgruppen freigegeben und läuft ab Android 7.0. Veröffentlicht wurde sie am 05.11.2015; aktuell ist die Version 4.24.0. Mit über hunderttausend Installationen ist sie kein völlig unbekanntes Nischenwerkzeug, auch wenn die durchschnittliche Bewertung von 3,1 bei rund fünfhundert Bewertungen zeigt, dass die Erfahrungen nicht durchgehend begeistert ausfallen.
So funktioniert der normale Arbeitsalltag mit edtime
Der sinnvollste Einstieg ist nicht, sofort jede Einstellung zu durchsuchen. Ich würde zuerst den eigenen Dienstplan öffnen und prüfen, ob die nächsten Einsätze übersichtlich dargestellt werden. Für Beschäftigte mit wechselnden Schichten ist dieser erste Blick besonders praktisch: Statt den nächsten Dienst aus einer Nachricht herauszusuchen, liegt der relevante Termin an einer festen Stelle. Das klingt unspektakulär, spart im Alltag aber genau die kleinen Suchmomente, die sich über eine Woche hinweg summieren.
Der typische Ablauf beginnt für mich morgens oder am Vorabend mit einer kurzen Kontrolle: Welcher Dienst steht an, zu welcher Zeit beginnt er und gibt es für den Tag etwas, das ich beachten muss? Nach der Arbeit lohnt sich ein zweiter Blick auf die erfasste Arbeitszeit. So entsteht eine einfache Routine aus Planen, Arbeiten und Nachsehen. Wer diese Reihenfolge beibehält, nutzt die App verlässlicher, als wenn sie nur sporadisch geöffnet wird, sobald eine Unklarheit auftaucht.
Wichtig ist dabei die Rolle der Anwendung. Sie ist vor allem eine digitale Begleitung für Arbeitszeiten und Dienstpläne, nicht automatisch ein vollständiger Ersatz für jede Kommunikation im Betrieb. Falls ein Dienst kurzfristig geändert wird, würde ich mich deshalb nicht allein auf eine frühere Ansicht verlassen, sondern zusätzlich auf die im Unternehmen üblichen Absprachen achten. Die App kann den Plan bündeln, aber die Qualität des Ergebnisses hängt auch davon ab, wie konsequent der Betrieb Änderungen einpflegt.
Ein realistisches Beispiel ist eine Person im Einzelhandel mit Früh-, Spät- und gelegentlichen Wochenendschichten. Am Sonntagabend kann sie die kommende Woche durchgehen, freie Zeit besser einschätzen und sich die Startzeiten merken. Nach einem Tausch oder einer Änderung sollte sie den Plan erneut kontrollieren, statt sich auf einen gespeicherten Eindruck zu verlassen. Gerade bei wechselnden Schichten ist diese kleine Gewohnheit wertvoller als ein komplizierter persönlicher Kalender, in dem die beruflichen Zeiten jedes Mal manuell nachgetragen werden müssen.
Für feste Arbeitszeiten ist der Nutzen etwas anders gelagert. Wer jeden Tag zur gleichen Zeit beginnt, braucht keine ausgefeilte Planübersicht, um den nächsten Dienst zu kennen. Hier kann die App trotzdem sinnvoll sein, wenn Arbeitszeiten digital nachvollziehbar bleiben sollen oder der eigene Alltag gelegentlich von abweichenden Einsätzen geprägt ist. Der Mehrwert wächst also mit der Unregelmäßigkeit des Arbeitsplans.
Der erste Einrichtungsschritt entscheidet über die Nützlichkeit
Bei einer Mitarbeiter-App ist der persönliche Zugang nicht nur eine technische Nebensache. Ich würde nach der Installation zuerst prüfen, ob der richtige Betrieb beziehungsweise das richtige Arbeitskonto verwendet wird und ob die angezeigten Daten zum eigenen Beschäftigungsverhältnis passen. Ein sauberer Start verhindert, dass man später falsche Zeiten, einen unpassenden Dienstplan oder fehlende Einträge für einen Fehler der eigenen Bedienung hält.
Danach sollte man sich bewusst machen, welche Aufgabe die App im eigenen Ablauf übernimmt. Manche nutzen sie hauptsächlich zum Nachschauen, andere erwarten eine lückenlose Zeiterfassung oder eine zentrale Stelle für alle Absprachen. Diese Erwartungen sind nicht identisch. Wer vor allem einen Dienstplan auf dem Smartphone braucht, dürfte schneller zurechtkommen als jemand, der eine umfassende Personalverwaltung mit vielen individuellen Regeln erwartet.
Ich empfehle außerdem, die Anwendung in den ersten Tagen nicht nur dann zu öffnen, wenn ein Problem auftritt. Ein kurzer täglicher Check zeigt schneller, ob die Darstellung verständlich ist und ob Änderungen zuverlässig auffallen. Diese Testphase ist besonders hilfreich, bevor man sich vollständig auf die App als einzige Erinnerung an einen Dienst verlässt.
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Einstellungen, die ich nicht überspringen würde
Erfahrene Nutzer beginnen nicht mit möglichst vielen Anpassungen, sondern mit den Einstellungen, die den täglichen Blick schneller und sicherer machen. Zuerst würde ich Benachrichtigungen und die allgemeinen App-Einstellungen kontrollieren, soweit sie auf dem eigenen Gerät angeboten werden. Eine Benachrichtigung ist nur dann hilfreich, wenn sie im richtigen Moment auffällt und nicht zwischen unwichtigen Hinweisen untergeht. Zu viele Meldungen führen schnell dazu, dass man sie wegwischt, ohne den Inhalt zu prüfen.
Mein praktischer Rat lautet deshalb: Nur Hinweise aktiv lassen, die einen echten Arbeitsbezug haben, und das Smartphone so einstellen, dass wichtige Meldungen nicht dauerhaft stummgeschaltet werden. Gleichzeitig sollte man nicht annehmen, dass eine Benachrichtigung jede kurzfristige Änderung ersetzt. Der sichere Ablauf bleibt, den Dienstplan selbst zu öffnen, wenn eine Schicht bevorsteht oder eine Änderung angekündigt wurde.
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Auch die Darstellung verdient einen bewussten Blick. Je nach persönlicher Gewohnheit ist eine kompakte Ansicht für den schnellen Check besser, während eine ausführlichere Kalenderdarstellung beim Planen der Woche hilft. Ich würde nicht versuchen, alle Informationen auf einmal zu verarbeiten. Für den Alltag genügt oft die Frage: Was ist mein nächster Dienst? Für die Wochenplanung braucht man dagegen den größeren Zusammenhang mit freien Tagen und aufeinanderfolgenden Einsätzen.
Ein weiterer sinnvoller Schritt ist die Prüfung der Geräteberechtigungen und der Kontosicherheit. Dabei geht es nicht darum, pauschal alles zu erlauben, sondern zu verstehen, welche Einstellungen für den eigenen Arbeitsablauf tatsächlich nötig sind. Gerade bei einer Business-App sollte man das Smartphone nicht unkritisch konfigurieren. Ein persönliches Gerät wird häufig auch privat genutzt; deshalb ist ein kurzer Blick auf Benachrichtigungsinhalte auf dem Sperrbildschirm sinnvoll, wenn andere Personen das Display sehen könnten.
Die beste Einstellung ist nicht die mit den meisten Hinweisen, sondern die, die eine wichtige Arbeitsinformation zuverlässig sichtbar macht. Diese Unterscheidung klingt banal, verhindert aber einen häufigen Fehler: Man aktiviert jede verfügbare Meldung, gewöhnt sich an das ständige Aufleuchten und übersieht am Ende genau die Änderung, die relevant gewesen wäre.
Schnellere Muster für wiederkehrende Abläufe
Die größte Zeitersparnis entsteht meiner Erfahrung nach nicht durch hektisches Tippen, sondern durch feste Gewohnheiten. Ich würde edtime immer an denselben zwei Punkten im Tagesablauf prüfen: einmal vor dem Arbeitsweg und einmal nach dem Dienst. So wird die App zu einem kurzen Kontrollpunkt statt zu einer Anwendung, die man bei jeder Unsicherheit mühsam neu einordnen muss.
Vor dem Arbeitsweg genügt ein kurzer Blick auf den nächsten Einsatz. Nach dem Dienst sollte man prüfen, ob die Arbeitszeit so erfasst ist, wie man sie erwartet. Falls etwas nicht stimmt, fällt es zeitnah auf und lässt sich leichter mit den zuständigen Personen klären. Wer erst mehrere Wochen wartet, muss sich an viele einzelne Tage erinnern. Das ist unzuverlässiger und macht jede Korrektur unangenehmer.
Für wechselnde Schichten ist ein Wochenrhythmus besonders nützlich. Ich würde zu Beginn der Woche alle Einsätze einmal überfliegen und mir nicht nur die Startzeiten, sondern auch ungewöhnliche Abweichungen merken. Ein später Dienst nach mehreren frühen Schichten, ein zusätzlicher Einsatz oder ein freier Tag zwischen zwei Arbeitsblöcken verändert die persönliche Planung. Die App liefert den Überblick; die Entscheidung, wann man einkauft, Termine legt oder den Arbeitsweg plant, bleibt bei einem selbst.
Ein nicht sofort offensichtlicher Vorteil einer festen Routine ist, dass man Fehler von Verständnisproblemen trennen kann. Wenn eine Zeit regelmäßig anders erscheint als erwartet, handelt es sich vielleicht nicht um einen einzelnen Ausrutscher, sondern um eine betriebliche Regel oder eine bestimmte Art der Erfassung. Wer täglich kurz kontrolliert, erkennt solche Muster viel früher.
Für Beschäftigte mit mehreren Arbeitsorten oder häufig wechselnden Einsätzen ist es außerdem sinnvoll, den Dienstplan nicht nur nach Uhrzeit zu lesen. Der Ort oder die Bezeichnung des Einsatzes kann für die Wegeplanung entscheidend sein, sofern diese Angaben im eigenen Plan enthalten sind. Ich würde vor dem Losfahren immer den vollständigen Eintrag prüfen, statt nur die Startzeit aus einer Übersicht zu übernehmen.
Auch bei einem Diensttausch sollte man den Ablauf streng einhalten: Änderung wahrnehmen, den aktualisierten Eintrag kontrollieren und erst danach die private Planung anpassen. Ein Chat mit einer Kollegin oder einem Kollegen kann eine Absprache dokumentieren, ersetzt aber nicht automatisch den offiziellen Plan. Genau hier liegt ein wichtiger Trade-off gegenüber Messenger-Gruppen: Die App kann strukturierter sein, während ein Chat oft schneller für die erste Abstimmung ist. Für die endgültige Orientierung würde ich jedoch die verbindliche Quelle im Betrieb heranziehen.
Wo die App gegenüber Kalender, Tabelle und Messenger punktet
Der Vergleich mit den üblichen Alternativen fällt je nach Arbeitsmodell unterschiedlich aus. Ein normaler Smartphone-Kalender ist hervorragend für private Termine, muss berufliche Schichten aber meist manuell erhalten. Das kostet Zeit und erzeugt eine zusätzliche Fehlerquelle. edtime ist für den Arbeitsplan direkter, weil der Nutzer nicht jeden Dienst selbst als Termin nachbauen muss.
Eine Tabelle kann bei der persönlichen Monatsübersicht flexibler wirken. Man kann eigene Farben, Notizen und Formeln verwenden. Dafür muss die Tabelle gepflegt werden, und auf dem Smartphone ist sie nicht immer so angenehm zu lesen. Wer lediglich die eigenen Einsätze nachvollziehen möchte, profitiert eher von einer fertigen Mitarbeiteransicht als von einer selbstgebauten Datei.
Messenger-Gruppen sind schnell, aber schlecht als langfristiges Archiv. Zwischen privaten Nachrichten, Rückfragen und kurzfristigen Absprachen kann ein Dienst leicht übersehen werden. Die App ist hier ruhiger und zielgerichteter. Ihr Vorteil liegt weniger in spektakulären Funktionen als in der Trennung zwischen Arbeitsplan und Gesprächsverlauf.
Gegenüber einer umfassenden Personal- oder Zeiterfassungsplattform wirkt edtime dagegen möglicherweise begrenzter, wenn ein Unternehmen viele Sonderprozesse, detaillierte Auswertungen oder umfangreiche Verwaltungsfunktionen benötigt. Für die einzelne Mitarbeiterin oder den einzelnen Mitarbeiter ist eine schlanke Ansicht oft angenehmer. Für komplexe Organisationsanforderungen entscheidet aber nicht die private Bedienbarkeit allein, sondern wie gut der gesamte betriebliche Ablauf abgebildet wird.
Die Grenzen zeigen sich bei Änderungen und Erwartungen
Die durchschnittliche Bewertung von 3,1 macht deutlich, dass nicht jeder Nutzer mit dem Erlebnis zufrieden ist. Ich würde diese Zahl nicht als pauschales Urteil verstehen, aber als Hinweis, die eigene Erwartung realistisch zu halten. Eine Mitarbeiter-App ist nur so hilfreich wie die Daten, die im Hintergrund gepflegt werden, und wie klar die betrieblichen Abläufe geregelt sind.
Die größte mögliche Reibung entsteht bei kurzfristigen Änderungen. Wenn Beschäftigte eine neue Schicht erst spät sehen, eine Meldung übersehen oder parallel noch über andere Kanäle informiert werden, kann Verwirrung entstehen. Deshalb sollte man die App nicht als alleinige Kommunikationsstrategie betrachten. Sie eignet sich gut als strukturierter Plan, aber nicht automatisch als Ersatz für jede Rückfrage, Bestätigung oder Notfallabsprache.
Ein weiterer Punkt ist die Abhängigkeit vom persönlichen Smartphone. Ein leerer Akku, ein stummgeschaltetes Gerät oder eine unklare Anmeldung können den schnellen Zugriff erschweren. Ich würde daher wichtige wiederkehrende Abläufe nicht ausschließlich auf spontane Benachrichtigungen stützen. Die App sollte die eigene Organisation verbessern, nicht die gesamte Verantwortung für das Erinnern übernehmen.
Wer sehr detaillierte private Notizen, langfristige Zielplanung oder eine umfassende Aufgabenverwaltung sucht, ist mit einem Kalender oder einer To-do-App wahrscheinlich besser bedient. edtime konzentriert sich auf den beruflichen Zeit- und Dienstplan. Diese Konzentration ist eine Stärke, wenn man genau das braucht, aber eine Einschränkung, wenn daraus ein vollständiger persönlicher Organizer werden soll.
Auch für Menschen mit einem völlig festen Arbeitsrhythmus ist die Anwendung nicht automatisch notwendig. Wenn der eigene Dienst seit Monaten unverändert ist und das Unternehmen keine digitale Kontrolle verlangt, kann ein gewöhnlicher Kalender ausreichen. Interessanter wird edtime, sobald Schichten wechseln, Arbeitszeiten nachvollziehbar bleiben sollen oder mehrere berufliche Informationen an einem Ort gebraucht werden.
Datenschutzbewusstsein und Alltagstauglichkeit
Arbeitszeiten gehören für viele Menschen zu den persönlichen Informationen, die nicht beiläufig auf einem öffentlich sichtbaren Display erscheinen sollten. Ich würde deshalb Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm prüfen und das Smartphone mit einer sicheren Gerätesperre schützen. Das ist keine komplizierte Spezialtechnik, sondern eine vernünftige Gewohnheit bei jeder App, die berufliche Daten anzeigt.
Ebenso wichtig ist die Trennung zwischen persönlicher Erinnerung und offizieller Dokumentation. Ein Screenshot oder eine private Notiz kann beim eigenen Überblick helfen, sollte aber nicht automatisch als verbindlicher Ersatz für den aktuellen Dienstplan behandelt werden. Wenn eine Zeit auffällig ist, ist eine zeitnahe Nachfrage im Betrieb besser als eine private Kopie, die später veraltet.
Die kostenlose Nutzung senkt die Einstiegshürde deutlich. Man kann das Werkzeug ausprobieren, ohne zuerst ein Budget einzuplanen. Trotzdem würde ich die Entscheidung nicht allein am Preis festmachen. Entscheidend ist, ob der konkrete Betrieb die App sinnvoll einsetzt und ob die angezeigten Informationen im Arbeitsalltag tatsächlich gepflegt und verständlich sind.
Für Einsteiger ist die App am besten, wenn sie mit einem klaren persönlichen Ablauf verbunden wird: morgens prüfen, vor Änderungen erneut öffnen, nach dem Dienst die Zeit kontrollieren. Fortgeschrittene Nutzer gehen einen Schritt weiter und reduzieren unnötige Benachrichtigungen, prüfen regelmäßig die Kontoeinstellungen und verwenden die Wochenansicht zur privaten Planung. So entsteht ein wiederholbarer Prozess, ohne dass man ständig neue Tricks lernen muss.
Für wen ich edtime empfehlen würde
Ich würde die Anwendung vor allem Beschäftigten empfehlen, die in Schichten arbeiten oder deren Einsatzzeiten nicht immer gleich bleiben. Auch wer häufig zwischen Dienstplan, Arbeitszeit und privater Terminplanung wechseln muss, kann von der zentralen Ansicht profitieren. Der Nutzen ist besonders spürbar, wenn die bisherige Organisation aus handschriftlichen Notizen, Tabellen und verstreuten Nachrichten besteht.
Weniger passend ist sie für Menschen, die ausschließlich eine private Kalender-App suchen, Aufgaben verwalten oder umfangreiche persönliche Projekte planen möchten. Dafür ist der geschäftliche Fokus zu eng. Auch wer eine maximale Kontrolle über individuelle Auswertungen und Sonderregeln erwartet, sollte zunächst prüfen, ob die betriebliche Einrichtung diese Anforderungen abdeckt.
Dass die Anwendung seit dem 05.11.2015 verfügbar ist und inzwischen die Version 4.24.0 erreicht hat, vermittelt den Eindruck eines länger gepflegten Produkts. Für meine Einschätzung ist aber wichtiger, wie reibungslos der konkrete Arbeitsablauf funktioniert: Wird der Plan regelmäßig aktualisiert? Sind die Einträge verständlich? Finden Mitarbeitende bei Unklarheiten eine klare Ansprechperson? Diese Fragen entscheiden stärker über den praktischen Wert als das Alter der App.
Die Altersfreigabe USK ab 0 Jahren sagt wenig über die berufliche Eignung aus, zeigt aber, dass keine altersbezogene Hürde im Vordergrund steht. Für die eigentliche Nutzung zählt, ob das eigene Unternehmen mit dem System arbeitet und ob die Mitarbeiterdaten korrekt zugeordnet sind. Ohne diesen organisatorischen Rahmen kann auch eine klar aufgebaute App ihren Zweck nur eingeschränkt erfüllen.
Mein Urteil nach dem täglichen Einsatz
Mein Eindruck ist bewusst zweigeteilt: edtime kann den Arbeitsalltag deutlich ordnen, wenn man sie als festen Kontrollpunkt für Dienstplan und Arbeitszeit verwendet. Sie ist kostenlos, auf den Business-Einsatz zugeschnitten und besonders bei wechselnden Schichten sinnvoller als eine selbst gepflegte Kalenderkopie. Die über hunderttausend Installationen zeigen außerdem, dass sie eine praktische Zielgruppe erreicht.
Gleichzeitig würde ich nicht behaupten, dass sie jede organisatorische Schwierigkeit löst. Kurzfristige Änderungen, uneinheitliche Kommunikation und unklare betriebliche Zuständigkeiten bleiben problematisch. Wer die App nur installiert, aber den Plan nicht regelmäßig prüft, schöpft ihren Nutzen nicht aus. Und wer eine komplette Produktivitätszentrale erwartet, wird ihre Spezialisierung wahrscheinlich als Begrenzung empfinden.
Meine Empfehlung fällt daher für Schichtarbeiter und Beschäftigte mit digital verwalteten Arbeitszeiten positiv aus, allerdings mit einer klaren Bedingung: Die App sollte in eine feste Gewohnheit eingebaut werden. Ein kurzer Check vor dem Dienst, eine Kontrolle nach der Arbeit und ein erneuter Blick nach Planänderungen reichen oft aus. Wer diese Routine konsequent nutzt, bekommt mit edtime einen nüchternen, alltagstauglichen Begleiter statt noch eine weitere App, die nur gelegentlich geöffnet wird.
Für mich ist genau das die Stärke von edtime Mitarbeiter-App: Sie versucht nicht, den gesamten Alltag zu übernehmen, sondern konzentriert sich auf einen konkreten beruflichen Bedarf. Als Ersatz für jede Kommunikation oder als umfassender Kalender wäre sie nicht meine erste Wahl. Als zentrale Anlaufstelle für den eigenen Dienstplan und die Arbeitszeit kann sie jedoch eine spürbare Lücke zwischen Papierplan, Messenger und privatem Kalender schließen.
Vorteile
- Schnelle Zeiterfassung direkt vom Smartphone aus möglich.
- Urlaubsanträge lassen sich unkompliziert mobil einreichen.
- Arbeitszeiten und Abwesenheiten bleiben übersichtlich nachvollziehbar.
- Praktisch für Teams ohne festen Arbeitsplatz oder Terminal.
- Weniger Papieraufwand dank digitaler Personalverwaltung.
Nachteile
- Funktionsumfang hängt stark von der Einrichtung durch den Arbeitgeber ab.
- Eine stabile Internetverbindung kann für bestimmte Funktionen nötig sein.
- Nicht jede Ansicht wirkt auf kleineren Displays besonders übersichtlich.
- Standort- oder Zeitdaten können für manche Beschäftigte sensibel sein.
- Ohne Freigabe durch Vorgesetzte bleiben Anträge möglicherweise länger offen.
FAQ
Was ist die edtime Mitarbeiter-App und für wen ist sie gedacht?
Die edtime Mitarbeiter-App ist eine mobile Lösung für Unternehmen und Beschäftigte zur digitalen Zeiterfassung und Arbeitsorganisation. Mitarbeitende können ihre Arbeitszeiten, Pausen und Abwesenheiten direkt per Smartphone verwalten, während Arbeitgeber die erfassten Daten zentral einsehen und bearbeiten können. Welche Funktionen tatsächlich verfügbar sind, hängt von der Einrichtung durch das jeweilige Unternehmen und dem gebuchten edtime-Tarif ab.
Wie funktioniert die Zeiterfassung mit der edtime Mitarbeiter-App?
Nach der Anmeldung können Beschäftigte ihre Arbeitszeit normalerweise über die dafür vorgesehenen Start- und Stopp-Funktionen erfassen. Je nach Unternehmenskonfiguration können zusätzlich Pausen, Schichten, Tätigkeiten oder Arbeitsorte berücksichtigt werden. Wichtig ist, dass die App nicht unabhängig vom Arbeitgeber funktioniert: Zugänge, Regeln, Korrekturen und Freigaben werden in der zugehörigen edtime-Verwaltung festgelegt.
Benötigt die edtime Mitarbeiter-App Zugriff auf den Standort oder andere persönliche Daten?
Das hängt von den Einstellungen des Unternehmens ab. Für bestimmte Einsatzbereiche kann eine Standortprüfung oder eine standortbezogene Zeiterfassung aktiviert sein, sie ist jedoch nicht bei jeder Nutzung zwingend erforderlich. Vor der Verwendung sollten Beschäftigte die angeforderten Berechtigungen und die Datenschutzinformationen prüfen. Die konkrete Verarbeitung personenbezogener Daten richtet sich nach der Konfiguration und den Datenschutzrichtlinien des Arbeitgebers.
Was kann ich tun, wenn die Anmeldung oder Zeiterfassung nicht funktioniert?
Zunächst sollten Sie überprüfen, ob die korrekten Zugangsdaten verwendet werden und eine stabile Internetverbindung besteht. Auch eine veraltete App-Version, deaktivierte Berechtigungen oder eine falsche Gerätezeit können Probleme verursachen. Falls die Anmeldung weiterhin fehlschlägt oder Zeiten nicht gespeichert werden, wenden Sie sich an die zuständige Ansprechperson im Unternehmen, da nur die Administration Benutzerkonten und Zeiterfassungsregeln ändern kann.
Ist die edtime Mitarbeiter-App kostenlos und auf welchen Geräten kann sie genutzt werden?
Die App kann in der Regel kostenlos aus dem jeweiligen App-Store installiert werden, die Nutzung ist jedoch an ein edtime-Konto beziehungsweise an die Lösung des Arbeitgebers gebunden. Ohne Einladung oder aktivierten Unternehmenszugang stehen möglicherweise keine oder nur eingeschränkte Funktionen zur Verfügung. Vor dem Download sollten Sie prüfen, ob Ihr Smartphone die aktuelle Version von Android oder iOS unterstützt und ausreichend Speicherplatz vorhanden ist.











