Ride With Me - Motorrad-App
Für AndroidWer regelmäßig Motorrad fährt, merkt schnell, dass eine gute Tour nicht nur aus einer schönen Strecke besteht. Man möchte unterwegs den Überblick behalten, passende Mitfahrer finden oder die eigene Ausfahrt besser organisieren, ohne ständig zwischen mehreren Anwendungen zu wechseln. Genau hier setzt Ride With Me an: Die kostenlose Motorrad-App von ndhbr gehört in den Bereich Karten und Navigation und richtet sich an Menschen, für die das gemeinsame Fahren ebenso wichtig ist wie der Weg selbst.
Ich habe die Anwendung mit einem klaren Blick auf den Alltag bewertet: Macht sie nach den ersten neugierigen Fahrten noch Spaß, oder landet sie nach kurzer Zeit wieder ungenutzt auf dem Smartphone? Der erste Eindruck ist durchaus sympathisch. Die App wirkt nicht wie ein allgemeines soziales Netzwerk, das zufällig auch Motorradfahrer anspricht, sondern wie ein Werkzeug für die konkrete Situation rund um eine gemeinsame Ausfahrt. Gleichzeitig sollte man seine Erwartungen nicht mit denen einer vollständigen Navigationslösung verwechseln. Ride With Me ist vor allem interessant, wenn das soziale und organisatorische Element einer Motorradtour im Vordergrund steht.
Der erste Eindruck: schnell verstanden, aber nicht für jede Fahrt nötig
In der ersten Woche liegt der Reiz vor allem darin, eine Motorradanwendung auszuprobieren, die nicht ausschließlich auf das Berechnen einer Route reduziert ist. Wer sonst eine klassische Karten-App öffnet, das Ziel eingibt und allein losfährt, erlebt hier einen anderen Ansatz. Die Fahrt wird eher als gemeinsames Vorhaben gedacht. Das passt zu spontanen Treffen, Wochenendausflügen und Situationen, in denen man nicht nur ankommen, sondern mit anderen unterwegs sein möchte.
Die Bedienung profitiert davon, dass die Grundidee leicht verständlich ist. Ich muss nicht erst ein kompliziertes System lernen, um den Zweck der App zu begreifen. Gerade bei einer Anwendung, die man häufig vor einer Fahrt und nicht während langer Planungsabende nutzt, ist das ein wichtiger Vorteil. Auf dem Motorrad selbst sollte die Aufmerksamkeit ohnehin auf der Straße bleiben. Eine App, deren Nutzen sich vor der Abfahrt halbwegs klar erschließt, ist deshalb angenehmer als ein überladenes Werkzeug mit unzähligen Einstellungen.
Der Name Ride With Me beschreibt den Kern besser als eine rein technische Bezeichnung: Es geht um das Fahren mit anderen. Für eine einzelne Fahrt zur Arbeit oder zum Supermarkt brauche ich diese zusätzliche Ebene allerdings kaum. Dort reichen mir die üblichen Karten- und Navigationsdienste. Der Mehrwert entsteht erst, wenn mehrere Personen, ein gemeinsamer Treffpunkt oder der Wunsch nach einer verabredeten Tour ins Spiel kommen.
Im Alltag würde ich die App deshalb nicht bei jeder Motorradfahrt automatisch öffnen. Ein realistisches Beispiel ist ein Samstagmorgen: Ich verabrede mich mit zwei Bekannten an einer Tankstelle, möchte die gemeinsame Ausfahrt nicht nur per Chat besprechen und will vor dem Start prüfen, wie wir zusammenfinden. In diesem Szenario ist eine Motorrad-App deutlich sinnvoller als eine Reihe einzelner Nachrichten. Sie kann die gemeinsame Planung an einem Ort bündeln, während ein Messenger schnell unübersichtlich wird.
Die kostenlose Nutzung senkt die Einstiegshürde. Gleichzeitig weist die Anwendung In-App-Käufe zwischen 2,49 Euro und 59,99 Euro bei Abrechnung über Google Play aus. Das bedeutet für mich: Ich würde zunächst ohne zusätzliche Ausgaben testen, ob die App tatsächlich in meine Fahrgewohnheiten passt. Wer nur gelegentlich fährt, sollte besonders darauf achten, ob ein kostenpflichtiger Bestandteil einen dauerhaften Nutzen bringt oder lediglich die anfängliche Neugier verlängert.
Für wen der Einstieg besonders gut funktioniert
Am besten passt Ride With Me zu Motorradfahrern, die nicht immer allein unterwegs sein möchten und eine gemeinsame Ausfahrt bewusst organisieren. Auch Einsteiger können davon profitieren, wenn sie Anschluss an andere Fahrer suchen und nicht jede Verabredung über mehrere Kanäle koordinieren wollen. Die App ist außerdem interessant für Menschen, die ihre Touren nicht nur nach dem schnellsten Weg auswählen, sondern das Unterwegssein als gemeinsames Erlebnis betrachten.
Weniger überzeugend ist sie für Nutzer, die ausschließlich eine präzise Turn-by-Turn-Navigation, Verkehrsinformationen oder eine etablierte Offline-Kartenlösung suchen. In diesem Fall sind spezialisierte Navigations-Apps meist die bessere erste Wahl. Ride With Me sollte nicht deshalb installiert werden, weil jede Motorradfahrt automatisch eine soziale Funktion braucht. Ihr sinnvollster Platz ist dort, wo aus einer Route ein gemeinsames Vorhaben wird.
Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,1 bei über 600 abgegebenen Bewertungen zeigt sich, dass die App bei einem Teil ihrer Zielgruppe gut ankommt. Die Zahl von mehr als 50.000 Installationen macht sie zugleich groß genug, um nicht wie ein völlig isoliertes Experiment zu wirken, aber klein genug, dass man keine flächendeckende Aktivität wie bei den bekanntesten Karten-Apps voraussetzen sollte. Für mich ist das ein wichtiger Unterschied: Der Nutzen hängt stärker davon ab, ob die eigenen Freunde oder die lokale Motorradgemeinschaft die App ebenfalls verwenden.
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Nach dem ersten Monat: entsteht ein echtes Ritual?
Die entscheidende Prüfung beginnt nach den ersten Testfahrten. Eine Anwendung kann in den ersten Tagen interessant wirken, weil sie neu ist. Dauerhaften Wert gewinnt sie erst, wenn ich einen Grund habe, sie beim nächsten Ausflug wieder zu öffnen. Bei Ride With Me hängt dieser Übergang weniger von der reinen Installation als von meinem Umfeld ab. Wenn meine Mitfahrer die Anwendung ebenfalls regelmäßig nutzen, kann sie zu einem festen Bestandteil der Vorbereitung werden. Bleibt jeder bei seinem eigenen Messenger und seiner bevorzugten Navigation, verliert sie schnell an Bedeutung.
Das ist kein kleiner Nebenaspekt, sondern die zentrale Abhängigkeit dieser App. Eine Einzelperson kann die Anwendung ausprobieren, aber der langfristige Nutzen wächst erst durch gemeinsame Nutzung. Ich würde daher nicht nur fragen, ob mir die Oberfläche gefällt, sondern ob ich nach der ersten Woche tatsächlich eine zweite und dritte Fahrt damit plane. Noch wichtiger ist, ob meine Mitfahrer bereit sind, denselben Ablauf zu übernehmen. Eine gute App scheitert im Alltag nicht unbedingt an ihrer Technik, sondern manchmal daran, dass eine Gruppe keine Lust auf einen zusätzlichen gemeinsamen Standard hat.
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Im besten Fall entsteht ein einfaches Ritual: Tour besprechen, Treffpunkt festlegen, Teilnehmer zusammenbringen und vor dem Start noch einmal alles prüfen. Ein solches Ritual kann die Kommunikation entspannen. Man muss nicht mehr in einem Chat nach der letzten Nachricht suchen oder aus mehreren Einzelantworten herauslesen, wer wirklich mitfährt. Gerade bei wechselnden Gruppen ist das praktisch, weil nicht jedes Mal dieselbe Person die gesamte Organisation übernehmen muss.
Der Nachteil liegt in der zusätzlichen Gewohnheit. Jeder neue Schritt kostet Aufmerksamkeit. Wenn die Gruppe ohnehin über einen Messenger kommuniziert und die Navigation über eine andere App läuft, muss Ride With Me einen klaren Vorteil bieten, damit es nicht zu einer dritten Pflichtanwendung wird. Ich würde die App deshalb nicht als Ersatz für alles betrachten, sondern als Ergänzung für gemeinsame Motorradtouren. Das klingt weniger spektakulär, ist aber realistischer und hilft bei der Entscheidung.
Ein sinnvoller Ablauf für regelmäßige Touren
Für eine wiederkehrende Ausfahrt würde ich die App nicht erst auf dem Parkplatz öffnen. Besser ist es, die gemeinsame Planung in einem ruhigen Moment zu erledigen, wenn niemand bereits die Handschuhe anzieht oder auf die Abfahrt wartet. Danach sollte jeder Beteiligte ausreichend Zeit haben, die eigene Verbindung und die geplante Teilnahme zu prüfen. Dieser kleine organisatorische Schritt verhindert, dass die App während der Fahrt zum Problem wird.
Ein weiterer praktischer Tipp ist, die Anwendung nicht als alleinige Sicherheitslösung zu behandeln. Vor einer längeren Fahrt würde ich weiterhin Treffpunkte, Pausen und einen Plan für den Fall besprechen, dass jemand den Anschluss verliert. Eine digitale Verbindung kann die Abstimmung erleichtern, ersetzt aber keine klare Vereinbarung. Besonders bei Gruppen mit unterschiedlichem Fahrtempo ist das wichtig. Die App kann die Organisation unterstützen, aber sie entscheidet nicht, wie die Gruppe sicher miteinander fährt.
Wer die Anwendung dauerhaft nutzen möchte, sollte außerdem beobachten, ob sie den eigenen Ablauf wirklich verkürzt. Wenn ich nach jeder Tour mehr Zeit mit Nachsortieren, Nachfragen und dem Wechsel zwischen Anwendungen verbringe als vorher, ist der soziale Mehrwert zu klein. Wenn dagegen alle Beteiligten schnell verstehen, wie sie die gemeinsame Fahrt verwenden wollen, kann aus dem anfänglichen Ausprobieren eine brauchbare Gewohnheit werden.
Wartung und tägliche Reibung: der unterschätzte Teil
Bei einer Motorrad-App denke ich nicht nur an Funktionen, sondern auch an Pflege. Eine Anwendung muss aktuell bleiben, zuverlässig starten und in den eigenen Fahralltag passen. Ride With Me läuft in der aktuellen Version 3.1.1 und setzt Android 6.0 oder neuer voraus. Damit ist die technische Einstiegshürde für viele Android-Geräte niedrig. Trotzdem würde ich vor einer wichtigen Tour nicht zum ersten Mal ein Update installieren oder die App spontan einrichten. Jede zusätzliche Änderung kurz vor der Abfahrt erhöht das Risiko unnötiger Verzögerungen.
Die Wartung besteht vor allem darin, die App tatsächlich in die Gruppenroutine einzubauen. Kontakte oder Mitfahrer müssen wissen, welcher Ablauf erwartet wird. Wer nur selbst regelmäßig prüft, ob alles funktioniert, löst das organisatorische Problem nicht. Der Aufwand ist überschaubar, solange eine feste Gruppe beteiligt ist. Bei ständig wechselnden Teilnehmern steigt er jedoch, weil neue Personen erst erklärt bekommen müssen, warum sie eine weitere Anwendung benötigen.
Auch die Frage nach den Kosten gehört zur langfristigen Pflege. Die App ist grundsätzlich kostenlos, bietet aber In-App-Käufe an. Ich würde vor jedem Kauf klären, ob die betreffende Erweiterung für meine regelmäßigen Fahrten relevant ist und ob alle Mitfahrer denselben Funktionsumfang benötigen. Ein gemeinsamer Ablauf kann unpraktisch werden, wenn einzelne Personen bestimmte Möglichkeiten nutzen können und andere nicht. Gerade bei einer sozialen App sollte der Kauf nicht nur aus persönlicher Sicht, sondern auch im Zusammenhang mit der Gruppe beurteilt werden.
Die Altersfreigabe liegt bei USK ab 12 Jahren. Für erwachsene Motorradfahrer ist das im Alltag kein entscheidender Faktor, für Familien oder jüngere Nutzer aber schon. Die Freigabe sagt außerdem nichts darüber aus, ob eine Person bereits sicher genug fährt, um während einer Tour mit einer App umzugehen. Ich würde Smartphone-Eingaben während der Fahrt grundsätzlich vermeiden und alle wichtigen Schritte vor dem Losfahren erledigen.
Ein oft übersehener Punkt ist die Verlässlichkeit des eigenen Smartphones. Eine App für gemeinsame Fahrten ist nur so hilfreich wie das Gerät, auf dem sie läuft. Ein leerer Akku, schlechte Netzabdeckung oder ein ungünstig befestigtes Telefon können den praktischen Nutzen deutlich schmälern. Deshalb würde ich Ride With Me eher als Organisationshilfe sehen und für die eigentliche Orientierung eine zusätzliche, vertraute Navigationsmöglichkeit bereithalten. Das ist kein Vorwurf an die App, sondern eine vernünftige Trennung der Aufgaben.
Wo die Nutzung ermüden kann
Die erste Ermüdungsquelle ist die Wiederholung. Wenn jede kurze Fahrt eine neue Planung in der App verlangt, fühlt sich der Vorgang schnell schwerfälliger an als eine kurze Nachricht. Die Anwendung gewinnt daher nicht durch möglichst häufige Nutzung, sondern durch die richtigen Situationen. Für eine geplante Tagestour oder eine feste Wochenendrunde sehe ich einen klareren Nutzen als für spontane Wege, bei denen alle ohnehin schon unterwegs sind.
Die zweite Reibung entsteht durch unterschiedliche Erwartungen. Der eine Fahrer möchte eine gemeinsame Tour sorgfältig vorbereiten, der andere will einfach losfahren und sich unterwegs orientieren. Ride With Me kann diese Unterschiede nicht automatisch auflösen. In einer Gruppe sollte deshalb vorab geklärt werden, ob die App nur zum Verabreden oder auch als zentrale Begleitung der Fahrt dienen soll. Ohne diese Absprache wird aus einer hilfreichen Struktur schnell ein weiterer Ort für Missverständnisse.
Die dritte Ermüdungsquelle ist die Abhängigkeit von der Beteiligung anderer. Bei einer klassischen Karten-App kann ich allein loslegen. Bei Ride With Me hängt ein Teil des Erlebnisses davon ab, ob andere Personen reagieren und mitmachen. Das ist der größte langfristige Unterschied zu herkömmlichen Navigationsdiensten. Wer unabhängig bleiben möchte, wird diese Abhängigkeit eher als Belastung empfinden. Wer genau diese gemeinsame Komponente sucht, kann sie dagegen als Stärke erleben.
Ich würde außerdem vermeiden, die Anwendung während der Fahrt ständig zu kontrollieren. Selbst wenn eine Funktion dafür gedacht ist, den Kontakt zu anderen Fahrern zu erleichtern, bleibt die Verkehrssituation wichtiger. Eine gute Vorbereitung ist deshalb nicht nur komfortabler, sondern auch sicherer: Treffpunkte vorher festlegen, Kommunikationsregeln absprechen und das Smartphone so einrichten, dass möglichst wenig Interaktion unterwegs nötig ist.
Vergleich mit klassischen Alternativen
Im Vergleich zu Google Maps oder ähnlichen Karten-Apps liegt die Stärke von Ride With Me nicht in der allgemeinen Verbreitung. Klassische Navigationsdienste sind für einzelne Ziele, bekannte Kartenfunktionen und spontane Wegführung meist unkomplizierter. Sie sind die bessere Wahl, wenn ich schnell von A nach B muss oder keine Gruppe koordinieren möchte. Auch für eine Reise, bei der eine vertraute Navigationslogik entscheidend ist, würde ich zunächst bei meiner etablierten Lösung bleiben.
Messenger sind die naheliegende Alternative für Gruppen. Sie sind vielen Menschen bereits vertraut und eignen sich gut für kurze Absprachen. Ihr Nachteil zeigt sich, sobald Informationen über mehrere Nachrichten verteilt sind. Eine Motorrad-App kann hier strukturierter wirken, sofern die Gruppe bereit ist, sie als gemeinsamen Treffpunkt zu akzeptieren. Der Wechsel lohnt sich vor allem dann, wenn aus einzelnen Nachrichten regelmäßig dieselbe Art von Tourenplanung entsteht.
Reine Motorrad-Navigations-Apps wiederum können bei kurvenreichen Strecken, speziellen Routenwünschen oder detaillierter Reiseplanung besser geeignet sein. Wer hauptsächlich die perfekte Strecke sucht, sollte Ride With Me nicht mit einem spezialisierten Routenplaner verwechseln. Für mich ergänzt die App eher die soziale Seite des Fahrens. Die beste Kombination kann deshalb aus Ride With Me für die Abstimmung und einer vertrauten Navigations-App für die eigentliche Wegführung bestehen, sofern der zusätzliche Wechsel nicht zu umständlich wird.
Genau hier liegt der wichtigste Trade-off: Eine zusätzliche Anwendung kann die Gruppenorganisation verbessern, aber auch den Ablauf komplizierter machen. Ich würde sie nur dauerhaft behalten, wenn sie eine konkrete Lücke schließt, die Messenger und Karten-App zusammen nicht gut lösen. Das ist eine persönliche, aber sehr praktische Entscheidung. Nicht jede nützliche Funktion rechtfertigt eine weitere App auf dem Telefon.
Mein Urteil nach dem Test: sinnvoll für Gruppen, nicht zwingend für Solofahrer
Ride With Me bleibt für mich dann interessant, wenn Motorradfahren regelmäßig gemeinsam stattfindet. Die App hat eine klare Identität, einen niedrigen Einstieg durch die kostenlose Basis und einen nachvollziehbaren Nutzen bei der Planung gemeinsamer Ausfahrten. Ihre Bewertung von 4,1 und die vorhandene Nutzerbasis zeigen, dass sie nicht nur als kurzfristige Idee wahrgenommen wird. Trotzdem hängt ihre Haltbarkeit stärker von der eigenen Gruppe ab als von der bloßen Qualität der Installation.
Ich würde sie Freunden empfehlen, die häufig Touren verabreden, unterschiedliche Messenger-Nachrichten vermeiden möchten und bereit sind, einen gemeinsamen Ablauf zu pflegen. Besonders sinnvoll ist der Test mit einer festen kleinen Gruppe. So lässt sich schnell erkennen, ob die App tatsächlich Zeit spart oder nur zusätzliche Abstimmung erzeugt. Wer allein fährt, nur gelegentlich auf dem Motorrad sitzt oder bereits mit einer Karten-App und einem Messenger bestens zurechtkommt, braucht sie dagegen wahrscheinlich nicht dauerhaft.
Mein konkreter Rat wäre, die ersten Fahrten ohne vorschnellen Kauf zu nutzen und anschließend ehrlich zu prüfen: Haben sich Treffpunkt und Kommunikation verbessert? Haben die Mitfahrer die App freiwillig wieder geöffnet? War die Vorbereitung einfacher als vorher? Wenn die Antworten überwiegend positiv ausfallen, kann sich die Anwendung einen festen Platz verdienen. Wenn nicht, ist das kein Scheitern, sondern ein Zeichen dafür, dass der eigene Fahrstil keinen zusätzlichen sozialen Layer benötigt.
Für iPhone-Nutzer ist außerdem wichtig, vor der Installation die passende Plattform und den gewünschten Funktionsumfang im jeweiligen Downloadbereich zu prüfen. Die hier genannten technischen Angaben beziehen sich auf die Android-Version. Auf Android ist die App ab Version 6.0 nutzbar; die aktuelle Fassung ist 3.1.1. Diese Information hilft vor allem Besitzern älterer Geräte, die Kompatibilität vor einer Tour zu kontrollieren.
Unterm Strich verliert Ride With Me nach dem ersten Neuigkeitseffekt nicht automatisch ihren Wert, aber sie verlangt eine echte Gewohnheit. Ihre Stärke liegt nicht darin, jede andere App zu ersetzen, sondern darin, gemeinsame Motorradfahrten besser zusammenzuhalten. Wer regelmäßig mit anderen fährt und die Gruppe auf einen gemeinsamen Ablauf bringt, findet hier eine lohnende Ergänzung; für spontane Solofahrten bleibt eine klassische Navigation die vernünftigere Wahl.
Vorteile
- Praktische Tourenplanung speziell für Motorradfahrer
- Hilft
- passende Mitfahrer und Gruppen zu finden
- Gemeinsame Ausfahrten fördern den Austausch in der Community
- Nützlich für spontane Treffen und geplante Motorradtouren
- Motorradbezogene Plattform statt allgemeiner Freizeit-App
Nachteile
- Die Qualität der Angebote hängt stark von der regionalen Community ab
- In ländlichen Gegenden sind möglicherweise wenige Nutzer aktiv
- Für die Nutzung unterwegs wird eine stabile Internetverbindung benötigt
- Nicht jede geplante Tour passt zu Fahrstil oder Tempo der Teilnehmer
- Zusätzliche Berechtigungen und Profildaten können erforderlich sein
FAQ
Was ist Ride With Me – Motorrad-App und für wen eignet sie sich?
Ride With Me ist eine Motorrad-App, die sich an Fahrer richtet, die gemeinsame Touren planen, andere Motorradbegeisterte kennenlernen und unterwegs besser vernetzt bleiben möchten. Sie eignet sich sowohl für erfahrene Biker als auch für Einsteiger, die Anschluss an eine Gruppe suchen. Vor dem Download sollte man prüfen, welche Funktionen in der eigenen Region verfügbar sind und ob die gewünschte Community aktiv genutzt wird.
Welche Funktionen bietet Ride With Me für die Planung gemeinsamer Motorradtouren?
Die App unterstützt typischerweise dabei, Motorradtouren zu entdecken, eigene Fahrten zu organisieren und passende Mitfahrer zu finden. Je nach Version können Informationen wie Treffpunkt, Startzeit, Route, Fahrstil oder Teilnehmerzahl hinterlegt werden. Dadurch lassen sich gemeinsame Ausfahrten übersichtlicher vorbereiten. Für eine zuverlässige Navigation sollte man jedoch weiterhin eine spezialisierte Karten- oder Navigations-App verwenden und die Route vor der Fahrt kontrollieren.
Benötigt Ride With Me eine Registrierung und welche Daten werden dabei geteilt?
Für soziale Funktionen wie das Erstellen von Touren, die Teilnahme an Fahrten oder den Austausch mit anderen Nutzern ist in der Regel ein Benutzerkonto erforderlich. Dabei können Profilinformationen, Standortangaben, Fahrpräferenzen oder Kontaktdaten verarbeitet werden. Vor der Anmeldung empfiehlt es sich, die Datenschutzerklärung und die Berechtigungen genau zu lesen. Besonders die Standortfreigabe sollte nur aktiviert werden, wenn sie für die gewünschte Funktion wirklich notwendig ist.
Ist Ride With Me kostenlos oder entstehen zusätzliche Kosten?
Ob Ride With Me vollständig kostenlos nutzbar ist, hängt von der aktuellen App-Version und dem jeweiligen Betriebssystem ab. Grundfunktionen können möglicherweise ohne Bezahlung verfügbar sein, während bestimmte Extras, Premium-Funktionen oder werbefreie Nutzung kostenpflichtig sein können. Auch mobile Datenkosten während der Nutzung sollten berücksichtigt werden. Vor dem Download beziehungsweise vor einem Kauf lohnt sich ein Blick auf die Angaben im Google Play Store oder Apple App Store.
Welche Sicherheitsaspekte sollte ich bei der Nutzung der Motorrad-App beachten?
Ride With Me kann die Organisation gemeinsamer Fahrten erleichtern, ersetzt aber keine sichere Fahrweise und keine sorgfältige Vorbereitung. Während der Fahrt sollte das Smartphone nicht in der Hand bedient werden; besser sind eine geeignete Halterung, Sprachansagen oder ein Beifahrer. Treffen mit unbekannten Personen sollten an öffentlichen Orten stattfinden. Außerdem sollte man persönliche Daten nicht unnötig veröffentlichen und vor jeder Tour Wetter, Verkehr, Route und Motorrad überprüfen.











